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Di, 10. Oktober 2000, 23:41

Software::Distributionen::Red Hat

RedHat unter Beschuss - gcc 2.96

Mit der Veröffentlichung einer Version des gcc-Compilers in einer offiziell nicht existierenden Version, sorgt der Distributor für Unruhe in der OpenSource-Gemeinde.

Der amerikanische Distributor »RedHat« sorgt seit der Veröffentlichung einer neuen Version der Distribution für Schlagzeilen und fiel in Ungnade der OpenSource-Gemeinde. Grund für die wachsende Unmut ist eine Version von gcc, mit der alle Pakete kompiliert wurden, die in Wirklichkeit nicht existiert. Während die offizielle Version des Compilers die Versionsnummer 2.95 trägt, verkauft RedHat seine Distribution mit einer Entwicklerversion, die nie das Licht der Welt erblicken wird und binär-inkompatibel zu der stabilen 2.95- und der kommenden 3.0-Version ist. Somit sind auch die erstellten Pakete ebenfalls nur bedingt auf anderen Distributionen einsetzbar.

Viele prominente Entwickler aus der OS-Szene äußerten Bedenken, was die Strategie des Unternehmens anbelangt. »Während die Distributoren versuchen, einen einheitlichen Standard zu kreieren, geht RedHat unter dem Deckmantel der Innovation eigene Wege und macht die Hoffnung auf eine Einigung zu Nichte«, schrieb ein Entwickler.
Das »GCC Steering Committee« warnt vor dem Einsatz der Version und empfiehlt, die stabile Version zu benutzen. Um Verwechslungen zu vermeiden, erhöhten die gcc-Entwickler die Version des Compilers auf 2.97.

RedHat ging wahrlich mit seinem neuen Produkt »innovative« Wege. So trägt die offizielle stabile Version der glibc die Versionsnummer 2.1.2, während der Distributor bereits jetzt schon die Version 2.1.92 veröffentlicht. Slashdot meldete bereits über 2500 Bugs in der neuen Version des Produktes, was Kritiker als Folge der Verwendung zukünftiger oder falscher Versionen sehen.

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