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Di, 11. August 2015, 10:33

Software::Distributionen::Canonical

Canonical stellt Code von Ubuntu One unter Open Source

Der 2009 ins Leben gerufene Filesharing-Dienst »Ubuntu One« war 2014 für Privatanwender eingestellt worden. Jetzt stellt Canonical einen Großteil des Codes unter die Copyleft-Lizenz AGPLv3.

Canonical

Ubuntu One war für Canonical mit viel Aufwand verbunden, aber nie rentabel. Anwender bekamen fünf Gigabyte kostenlosen Speicherplatz, während die Konkurrenz bereits bis zu 50 Gigabyte kostenlos anbot. Auch die Idee, über Ubuntu One Musik von 7digital zu verkaufen und auf alle Geräte des Nutzers zu streamen, führte nicht zum Erfolg. Die notwendigen Investitionen, um mit den Platzhirschen in diesem Segment konkurrieren zu können, sei man nicht gewillt zu tätigen. Zudem wolle man sich »nicht zu dünn ausrollen« und sich wieder auf die »strategisch wichtigen Initiativen« konzentrieren, so Geschäftsführerin Jane Silber in der Ankündigung zur Einstellung des Dienstes.

Jetzt hat Canonical den serverseitigen Code des Cloud-Dienstes freigegeben und unter die AGPLv3 gestellt. Die GNU Affero General Public License ist in diesem Fall wichtig, da sie das ASP-Schlupfloch der GPL schließt. Der Code steht im Launchpad zur Verfügung. Canonical hofft, der freigegebene Code werde von Entwicklern für einen Filsharing-Dienst genutzt oder Teile davon in anderen Projekten eingesetzt. Eine Anleitung, wie man Server und Client für einen Dateisynchronisations-Dienst aufsetzt, liefert Canonical gleich mit.

Die noch fehlenden Teile verspricht Canonical freizugeben, sobald es die Zeit der Entwickler erlaubt. Dabei handelt es sich um einige REST-APIs sowie den Code der Webseite und des Musikstreaming-Dienstes. Da es sich bei Ubuntu One um keine aktiv von Canonical genutzte Software handelt, entfällt für interessierte Entwickler auch die Einwilligung in die sonst bei Canonical und anderen übliche CLA-Vereinbarung.

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