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Fr, 14. August 2015, 11:02

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD 10.2 freigegeben

Das FreeBSD-Projekt hat das freie BSD-Betriebssystem in Version 10.2 veröffentlicht. Wie meist bei solchen Aktualisierungen flossen dabei nur weitgehend unkritische kleine Erweiterungen und Verbesserungen sowie Korrekturen ein.

Anton K. Gural/freebsd.org

FreeBSD 10.2 ist die zweite Aktualisierung des im Januar 2014 erschienenen FreeBSD 10.0. Die Veröffentlichung kommt früher, als beim Erscheinen der ersten Betaversion zu vermuten war, nachdem in der Zwischenzeit noch eine zweite Betaversion und drei Veröffentlichungskandidaten für weitere Tests herausgegeben wurden.

FreeBSD 10.2 steht jetzt als Installations-Image für x86 (32 und 64 Bit), PowerPC (32 und 64 Bit), Itanium (64 Bit), SPARC (64 Bit) und mehrere Varianten der ARMv6-Architektur zum Download bereit. Die Änderungen der neuen Version halten sich in Grenzen. Größere Änderungen sind erst wieder in FreeBSD 11.0 zu erwarten, das bereits seit einiger Zeit parallel zu FreeBSD 10 und 9 entwickelt wird und inzwischen die größere Aufmerksamkeit der Entwickler auf sich zieht. Die offizielle Freigabe ist aber nicht vor Juli 2016 zu erwarten.

In FreeBSD 10.2 wurden seit FreeBSD 10.1 im November 2014 eine Reihe von Fehlern und die bekannt gewordenen Sicherheitslücken, 20 an der Zahl, geschlossen. Die Termcap-Datei wurde um eine Datenbank-Datei erweitert, die den Zugriff von Anwendungen darauf beschleunigt. Einige neue Hilfsprogramme fanden ihren Weg ins Basissystem, darunter dpv, eine Fortschrittsanzeige wie bei dialog, elfdump, fstyp und uefisign. Diverse andere Werkzeuge wurden erweitert oder verbessert. Aktualisierte Software in FreeBSD 10.2 ist unter anderem Sendmail 8.15.2, Unbound 1.5.3 und OpenSSL 1.01p.

Der Kernel erhielt einige Optimierungen und neue Einstellmöglichkeiten. So wurde das Heruntersetzen der Taktfrequenz über ACPI und P4TCC standardmäßig abgeschaltet. Die Verwendung der PAE-Erweiterung wurde konfigurierbar gemacht. Lesen und Schreiben von devfs setzt jetzt Zeitstempel, was über eine Einstellung abschaltbar ist, um das alte Verhalten wieder herzustellen. Die Kernel-Version kann für Jails auf einen anderen Wert gesetzt werden. Ressourcenlimits können nun mit rctl angesehen und geändert werden, was sich ebenfalls abschalten lässt. Der DRM-Code wurde auf den Stand von Linux 3.8.13 gebracht.

Der Hypervisor bhyve unterstützt jetzt TRIM-Kommandos für virtuelle AHCI-Laufwerke, virtio-Konsolen wurden zum Kernel hinzugefügt und die HyperV-Treiber wurden aktualisiert. Kleinere Verbesserungen waren auch in den Speichersubsystemen und Dateisystemen zu verzeichnen.

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