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Di, 18. August 2015, 20:39

Gemeinschaft::Organisationen

Bradley M. Kuhn kündigt Copyright-Projekt mit Debian an

Auf der gerade stattfindenden jährlichen Debian-Konferenz DebConf hat Bradley M. Kuhn, Direktor der gemeinnützigen Organisation »Software Freedom Conservancy«, in einem Vortrag ein neues Projekt angekündigt, in dem Conservancy sich um die Verwaltung und Verteidigung der Lizenzrechte von Debian-Entwicklern kümmert.

DebConf 2015

Debian

DebConf 2015

Kuhns Organistation kämpft seit Jahren, vielfach auch vor Gericht, für die Rechte von Open-Source-Entwicklern und berät diese etwa bei Verletzungen der GPL in ihren Projekten. Das letzte größere Engagement ging nicht bis vor Gericht, die Klärung mit Canonical um die Konformität der Markenrichtlinien mit der GPL zog sich aber über zwei Jahre hin.

In seiner Keynote auf der DebConf am vergangenen Wochenende verkündete er die Einrichtung des »Debian Copyright Aggregation Project«, das auf Wunsch vieler Debian-Entwickler und unter Mithilfe des früheren Debian-Projektleiters Stefano Zacchiroli aufgelegt wurde. Es soll Copyright-Inhabern Optionen bieten, freie Software weiterhin stark zu erhalten und zu schützen. Dies wird laut Kuhn in den kommenden Jahren immer schwieriger werden, wie auch der langwierige Fall von Canonical gezeigt habe. Debian sei das größte Projekt, das freie Software verteilt, ohne dass dahinter ein Unternehmen oder ein mehr oder weniger wohlmeinender Diktator stehe.

Mit der neuen Initiative von Conservancy können Debian-Entwickler und zu Debian beitragende Personen entweder ihr Copyright ganz oder teilweise treuhänderisch an Conservancy übertragen oder Conservancy für den Fall, so dies nötig wird, mit der Wahrung ihrer Rechte aus diesen Copyrights betrauen. Copyrights sind ein Bereich, den Software-Entwickler oft als notwendiges Übel betrachten, der jedoch durchaus überdacht werden sollte. So wirft Kuhn die berechtigte Frage auf, was mit Copyrights passiert, wenn ein Entwickler verstirbt. Zacchiroli sagte zu dem Themengebiet, Copyrights an freier Software zu halten sei ein Privileg, das mit hoher Verantwortung einhergehe. Er übertrug als einer der ersten alle seine Copyrights zur Verwaltung an die gemeinnützige Organisation.

Der jeweilige Debian-Projektleiter wurde als Kontakt zwischen der Stiftung und der Entwicklergemeinde bestimmt. Über ihn können Entwickler mit der Stiftung in Lizenzfragen kommunizieren. Die Handhabung der nötigen Anträge wird derzeit noch automatisiert. Derzeit können am Programm interessierte Personen über die E-Mail-Adresse debian-services@sfconservancy.org Kontakt aufnehmen. Kuhn hat im Blog von Conservancy Debian zudem seinen Dank ausgesprochen, da das Betriebssystem ihn und Conservancy seit vielen Jahren bei der täglichen Arbeit unterstütze.

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