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Fr, 21. August 2015, 13:10

Gemeinschaft::Organisationen

LLVM-Stiftung erhält Gemeinnützigkeits-Status

Die im April 2014 gegründete unabhängige Stiftung, die die Interessen der Gemeinschaft um das LLVM-Projekt vertreten soll, wurde in den USA als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden an LLVM von der Steuer abgesetzt werden können.

llvm.org

Nachdem das freie LLVM-Projekt auf hunderte von Entwicklern angewachsen war, die an zahlreichen Teilprojekten mitarbeiten, wurde im April 2014 die Gründung einer Stiftung in die Wege geleitet, die die Interessen der Entwickler wahren soll. Wie bei anderen freien Projekten soll die LLVM Foundation Spenden und andere Einnahmen verwalten, die dann zur Bereitstellung von Server-Infrastruktur und finanzieller Unterstützung von Entwicklertreffen genutzt werden sollen. Zudem kann sie unabhängig von Unternehmen agieren und beispielsweise auch Markenrechte und ähnliches halten. Die tatsächliche Gründung der Stiftung erfolgte am 5. Mai 2014.

Über ein Jahr später haben nun die Finanzbehörden der USA die Stiftung als gemeinnützig anerkannt. Damit sind Spenden an die Stiftung steuerlich absetzbar, was rückwirkend zum 5. Mai 2014 gilt. Noch ist es nicht so einfach möglich, der Organisation Spenden zukommen zu lassen, bis zum Ende des Jahres soll es aber auch über ein Web-Formular möglich sein. Das teilte die Administratorin der Stiftung, Tanya Lattner, jetzt mit.

Die Stiftung besitzt einen Vorstand, der aus ehrenamtlichen Mitgliedern der Gemeinschaft besteht, und der Administratorin Tanya Lattner, die bereits seit 2003 in LLVM involviert ist, umfangreichen Code beigetragen hat und die treibende Kraft hinter der Stiftungsgründung war. Sie soll in dieser Rolle unter anderem die Infrastruktur aktuell halten und Treffen organisieren.

LLVM (Low Level Virtual Machine) entstand an der University of Illinois in Urbana-Champaign. Das dortige Team bezeichnet LLVM als eine Compilier-Strategie für effektive Optimierung, einen virtuellen Befehlssatz und eine Compiler-Infrastruktur. Es wird zur Zeit für Forschungen im Bereich von Compilern, Architekturen, Sicherheit und Betriebssysteme verwendet.

LLVM definiert einen virtuellen Befehlssatz, der an RISC-Maschinen angelehnt ist, aber reichhaltige Typinformation und Datenfluss-Information zur Verfügung stellt. Das ermöglicht zum einen ausgefeilte Transformationen des Objektcodes, andererseits kann die Information an das ausführbare Programm angehängt werden. Dies erlaubt weitere Transformationen während des Linkens, zur Laufzeit und an der ausführbaren Datei selbst, während das Programm nicht läuft.

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