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Di, 1. September 2015, 10:47

Software::Spiele

PoE für Linux: Kein lohnendes Geschäft

In einem Interview mit der Spieleseite »PCGamer« äußerte sich der Produzent des Oldschool-Rollenspiels »Pillars of Eternity« kritisch über eine Portierung des Titels auf Linux. Demnach sei der Aufwand nicht mit den Einnahmen zu rechtfertigen gewesen.

Spielszene aus »Pillars of Eternity«

steampowered.com

Spielszene aus »Pillars of Eternity«

»Pillars of Eternity« ist ein im März dieses Jahres von Obsidian veröffentlichtes Spiel, das in der Fantasy-Welt Eora spielt. Das Spielprinzip von »Pillars of Eternity« lehnt sich dabei an die in den 90ern veröffentlichten Klassiker wie »Baldur's Gate« oder »Icewind Dale« an, was allerdings kaum verwundert, denn viele der an »Pillars of Eternity« beteiligten Personen waren ebenso für die Erstellung der alten Klassiker verantwortlich. So marschiert der Spieler mit seiner Party durch eine aus der Vogelperspektive gerenderte Welt. Eine besondere Stärke des Spiels ist die hinter »Pillars of Eternity« stehende Geschichte. Mit »Pillars of Eternity - The White March« ist mittlerweile der erste Teil einer neuen Erweiterung erschienen, die ebenso auch für Linux verfügbar ist.

Das Spiel wurde durch eine überaus erfolgreiche Kickstarter-Kampagne erst möglich gemacht, die zusätzlich noch ein Addon und eine Unterstützung für Linux versprach. Ob sich der Aufwand einer Portierung allerdings lohnte, bezweifelt nun Brandon Adler, Hauptproduzent des Spiels. »Ich denke nicht, dass es lohnend war, für Linux zu entwickeln«, so das Urteil des Managers. Die Anwenderbasis, die Linux aktiv einsetzt und das Spiel spielt, sei demnach gering gewesen. »Ich denke, rund eineinhalb Prozent unserer Spieler nutzen Linux«, so Adler weiter.

Fotostrecke: 10 Bilder

Spielszene aus »Pillars of Eternity«
Spielszene aus »Pillars of Eternity«
Spielszene aus »Pillars of Eternity«
Spielszene aus »Pillars of Eternity«
Spielszene aus »Pillars of Eternity«
Aus technischer Sicht gesehen, war weniger die eigentliche Portierung auf Linux herausfordernd als die dabei später auftretenden Probleme. Laut dem Hauptentwickler des Spiels, Adam Brennecke, sah Obsidian im Laufe der Zeit immer mehr Probleme auf sich zukommen, die bei anderen Plattformen keine Rolle spielten.

Ob die Probleme Linux oder der noch geringen Expertise diverser Studios bei der Linux-Entwicklung geschuldet ist, darf spekuliert werden. Fakt ist aber, dass auch andere Studios bei Linux weit mehr Probleme sehen, als sie ursprünglich angenommen haben. So haben beispielsweise die Entwickler von Halfway, einem vor knapp einem Jahr veröffentlichten Indie-Strategiespiel, ähnliche Erfahrungen gesammelt. So lag auch hier die Zahl der Linux-Nutzer bei zwei Prozent, während das Supportaufkommen von Linux-Anwendern knapp 30 Prozent erreichte. Noch höher lag mit 50 Prozent allerdings die Anzahl der Supportfälle für die Mac OS X-Version, obgleich die Zahl der Verkäufe nur bei 4 Prozent lag, was beweisen könnte, dass eine Fragmentierung nicht zwangsläufig zu mehr Problemen führt.

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Kommentare (Insgesamt: 24 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: gelacht (Spekulatius, Mi, 2. September 2015)
Re[8]: Können vs Wille (irgendwer, Mi, 2. September 2015)
Kein lohnendes Geschäft (KonkurrenzAG, Di, 1. September 2015)
Re[2]: PoE (Unerkannt, Di, 1. September 2015)
Re[5]: Können vs Wille (LH_, Di, 1. September 2015)
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