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Fr, 4. September 2015, 08:07

Software::Systemverwaltung

Zukunft des Lilo-Bootloaders ungewiss

Über 23 Jahre nach der initialen Veröffentlichung wird zum Ende des Jahres die Weiterentwicklung des Lilo-Bootloaders von seinem aktuellen Betreuer eingestellt. Als Grund nennt der Entwickler die zu vielen Limitierungen. Ob seine Arbeit fortgesetzt wird, steht noch nicht fest.

LILO bootet in der VM

hjb

LILO bootet in der VM

Der Linux Loader, kurz Lilo, ist ein freier Bootloader für den Linux-Kernel. Er wurde im Jahre 1992 von Werner Almesberger initiiert und mauserte sich im Laufe der Zeit zum Standard unter Linux. Grund hierfür ist unter anderem die Einfachheit und Flexibilität von Lilo, die es beispielsweise erlaubten auch andere Betriebssysteme oder Kernel zu starten. Gravierender Nachteil von Lilo ist allerdings seine Unfähigkeit, Dateisysteme direkt zu lesen. Im Laufe der Zeit wurde deshalb Lilo immer mehr von Grub verdrängt und findet heute faktisch kaum noch Verwendung bei Standarddistributionen.

Nachdem die Entwicklung von Lilo bereits 2007 zum Erliegen gekommen war, wurde die Pflege im Jahre 2010 von Joachim Wiedorn übernommen. Wie der Entwickler allerdings schreibt, ist auch seine Zeit zu Ende. So wird die Weiterentwicklung von Lilo aller Voraussicht nach bereits Ende dieses Jahres eingestellt werden. Als Grund nennt Wiedorn Limitierungen von Lilo, wie beispielsweise die fehlende Unterstützung von btrfs oder GPT.

Interessierte Entwickler, die Lilo um die fehlenden Funktionen ergänzen oder Pflegen wollen, sollen sich direkt bei Wiedorn melden. Erste Interessenten gibt es bereits. Inwieweit die Offerten allerdings ernst genommen werden können, steht noch nicht fest.

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