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Mi, 16. September 2015, 14:49

Gesellschaft::Politik/Recht

Freedomvote: Zehn Fragen über digitale Freiheiten für die Schweizer Parlamentswahl

Die FSFE Schweiz und die Swiss Open Systems User Group haben eine Kampagne gestartet, die die Kandidaten zu Themen wie Netzpolitik und freie Software befragt und den Wählern so eine Entscheidungshilfe geben soll.

FSFE

Anlässlich der Schweizer Parlamentswahlen (Nationalrat-/Ständeratswahlen) am 18. Oktober 2015 hat die FSFE Schweiz die Kampagne Freedomvote in Zusammenarbeit mit der Swiss Open Systems User Group (/ch/open). Freedomvote bietet allen Interessierten ein Online-Portal, welches die zur Wahl stehenden Kandidaten und deren Position bezüglich Netzpolitik, freier Software und offener Datenformate listet.

Die Freedomvote-Kampagne möchte Wählern eine Entscheidungshilfe über die zur Wahl stehenden Kandidaten bieten. Für viele Wähler ist es laut FSFE heute interessant, was Kandidaten über gewisse Aspekte von Netzpolitik denken, zum Beispiel Freiheit und Nutzerrechte im digitalen Zeitalter. Dennoch versuchen viele Politiker immer noch, derartige Themen zu umgehen. Mit der Freedomvote-Kampagne will die FSFE Schweiz das ändern und Netzpolitik und das Thema »freie Software« auf die politische Agenda bringen. Alle Kandidaten sind eingeladen, verschiedene, auch verbraucherrechtlich relevante Fragen zu E-Voting Netzneutralität, Open Data, offene Dateiformate und Bildungsmaterialien, freier Software und Verschlüsselung zu beantworten. Zudem haben die Kandidaten die Möglichkeit, ihre eigene Position in eigenen Worten durch ein freies Textfeld darzulegen. Diese Antworten und Positionen können als eine Entscheidungshilfe zur Stimmabgabe dienen. Um die besten Übereinstimmungen zu finden, ist es auch möglich, ein eigenes Profil zu erstellen, um die eigenen Antworten direkt mit denen der Kandidaten zu vergleichen.

Die FSFE Schweiz versendet diese Woche hunderte Mails und Briefe an Kandidaten, um sie zur Teilnahme zu bewegen. Unterstützt werden kann das dadurch, dass man Kandidaten direkt und persönlich um ihre Teilnahme bittet. Die Kampagne wird nach Angaben der FSFE von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt, der Parldigi, der Internet Society Switzerland Chapter, Opendata.ch, Digitale Allmend und der Wilhelm Tux. Das gesamte Portal von freedomvote.ch ist eigenständig erstellt und als freie Software veröffentlicht.

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