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Do, 24. September 2015, 13:47

Hardware

Autodesk öffnet Schaltpläne und Firmware des 3D-Druckers Ember

Der Spezialist für CAD-Software Autodesk hat einen eigenen 3D-Drucker für hohe professionelle Ansprüche entwickelt. Das System soll vollständig offene Hardware sein. Der letzte Schritt dazu wurde jetzt getätigt.

Open Hardware: 3D-Drucker Ember von Autodesk

Autodesk

Open Hardware: 3D-Drucker Ember von Autodesk

Ember ist ein 3D-Drucker von Autodesk, möglicherweise das erste Hardware-Produkt des Herstellers von AutoCAD. Nach eigenen Angaben denkt das Unternehmen bezüglich 3D-Druck anders als bei seiner proprietären Software und strebt ein vollständig offenes System an. Die Öffnung von Ember erfolgte in drei Schritten. Im März veröffentlichte der Hersteller die Rezeptur seines selbst entwickelten, unter Belichtung aushärtenden Harzes PR48. Der Drucker kann verschiedene Materialien verwenden, und Nutzer mit den entsprechenden Möglichkeiten können dieser Liste nun weitere, von PR48 abgeleitete Materialien hinzufügen. Im zweiten Schritt wurden im Mai die Baupläne komplett offengelegt. Im finalen Schritt wurden jetzt die Schaltpläne, Leiterplatten-Designs und die Firmware freigegeben. Die Firmware steht unter der GPL, die anderen Pläne unter einer Creative Commons Sharealike-Lizenz, die der GPL ideell nahekommt.

Die Steuerung von Ember, auf der die Firmware läuft, besteht aus einem Beagleboard Black und zwei Arduino-Boards, die für Hardware-Bastler keine Unbekannten sind. Das Gerät selbst ist für den professionellen Einsatz, vor allem zum Herstellen von Schmuck, gedacht, weist eine Präzision von 10 Mikrometern in der Z-Achse und 50 Mikrometern in der X- und Y-Achse auf und ist entsprechend hochpreisig. Mit der Öffnung aller Pläne ist es Bastlern möglich, zumindest die Firmware zu optimieren, neue Materialien zu entwickeln oder auch einige Komponenten anzupassen. Ein kompletter Nachbau des Gerätes erfordert professionelle Ausrüstung und dürfte daher für Hobbyisten kaum lohnend sein. Andere Unternehmen könnten allerdings versuchen, mit Autodesk in Konkurrenz zu treten oder mit modifizierten Geräten eine Marktnische zu finden.

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