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Mo, 5. Oktober 2015, 09:28

Software::Multimedia

MPlayer 1.2 freigegeben

Über drei Jahre nach der Freigabe der stabilen Hauptversion 1.1 haben die Entwickler den freien Multimedia-Player MPlayer in Version 1.2 freigegeben. Sie beinhaltet unter anderem die Unterstützung zahlreicher neuer Codecs, bessere Hardware-Unterstützung und zahlreiche Korrekturen.

MPlayer - mplayerhq.hu

MPlayer ist ein freie Video-Player für Linux und andere Systeme, welcher zahlreiche Formate abspielen kann. Neben der Möglichkeit, Video-CDs (VCD), DVDs und Blu-rays von einem Laufwerk wiederzugeben, beherrscht er auch das Abspielen zahlreicher weiterer Video- und Audio-Formate. Container-Formate wie AVI, ASF, FLV, Matroska, MOV (QuickTime), MP4 oder Ogg können ebenso abgespielt werden wie Video-Formwate wie DV, H.263, H.264/MPEG-4 AVC, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, Theora oder WMV. Die Anwendung beherrscht Skins und nutzt, sofern vorhanden, prozessorspezifische Befehlssätze. Die Ausgabe der Filme kann wahlweise in X, Framebuffer oder in weiteren zahlreichen Formaten oder Geräten erfolgen, wobei MPlayer auch kartenspezifische Beschleunigung einsetzt.

Über die langen Entwicklungszeiten von MPlayer, der schon mehr als fünfzehn Jahre existiert, wurden allerdings schon früher teils spöttische Bemerkungen gemacht. So liegt die erste und bisher letzte stabile Veröffentlichung bereits drei Jahre zurück. Die Entwickler erklären diesen Umstand mit der Tatsache, dass die User die Stände des Repositoriums nutzen. Denn trotz des Fehlens regelmäßiger stabiler Versionen ist MPlayer seit vielen Jahren benutzbar und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit – auch wenn sich zuletzt die Freude der Anwender in Grenzen hielt, was man gleich an mehreren Abspaltungen sieht.

Mit der Freigabe der Version 1.2 wollen die Entwickler nun den stabilen Zweig auffrischen und den Nutzern die Entwicklungen der letzten Jahre in Form eines neuen Pakets präsentieren. MPlayer 1.2 setzt auf die Version 2.8 von FFmpeg, wobei andere Versionen nicht unterstützt werden. Resultierend aus der Anbindung der neuen FFmpeg-Version unterstützt Mplayer auch eine Vielzahl an neuen Codecs, darunter HEVC, VP9 und Opus. Die AAC und DTS-Dekoder wurden verbessert und das rtsp-Steaming nutzt ab sofort FFmpeg, so dass keine weiteren Bibliotheken mehr benötigt werden.

Neu in MPlayer 1.2 ist auch die verbesserte Unterstützung der VDPAU-Hardwarebeschleunigung, die nun auch mit HEVC funktioniert. Zudem unterstützt die Anwendung auch hardwarebeschleunigtes Dekodieren auf OS X-Systemen via VDA. Weitere Neuerungen umfassen Verbesserungen der Benutzeroberfläche, die nun offiziell auf GTK+2 aufsetzt und unter anderem über Anpassungen bei der TV- und DVD-Wiedergabe verfügt. Zudem wurden aus dem Paket die in älteren Versionen enthaltenen libdvdnav und libdvdcss entfernt. Anwender, die diese beiden Bibliotheken wünschen, sind angehalten, sie entweder bei der Erstellung der Anwendung einzukompilieren oder eine Version des Distributors zu nutzen. Hinzuzufügen ist aber, dass die Bibliotheken patentrechtlich und funktionell belastet und deshalb nicht in jedem Land legal sind.

MPlayer 1.2 kann ab sofort vom Server des Projektes bezogen werden. Das Team selbst bietet die Anwendung lediglich im Quellcode zum Bezug an. Compilierte Pakete für verschiedene Betriebssysteme und Distributionen werden von Drittprojekten bereitgestellt.

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