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Di, 6. Oktober 2015, 10:50

Software::Android

Android 6.0 veröffentlicht

Google hat wie angekündigt Images von Android 6.0 »Marshmallow« für einige Geräte veröffentlicht und die Bereitstellung von Updates für ältere Systeme begonnen. Android 6.0 bringt den unterstützten Geräten einige bedeutende Verbesserungen.

Google Nexus 5X mit Android M

Google

Google Nexus 5X mit Android M

wie bereits letzte Woche angekündigt, ist Android 6.0 »Marshmallow« jetzt offiziell. Auf der Android-Entwicklerseite stehen nun Images von Android 6.0 zum Download für Nexus 5, Nexus 6, Nexus 7 (2013), Nexus 9, Nexus Player und Android One bereit. Wer diese Images installiert, muss allerdings vorher seine Daten sichern und sie danach wieder einspielen.

Einfacher ist die Aktualisierung der bestehenden Systeme durch Updates, die die Mobilfunkanbieter als Over the Air (OTA)-Update anbieten. Das wird jedoch erst nach und nach geschehen. Ein Grund dafür ist unter anderem, dass diese Updates erst erstellt und getestet werden müssen, damit sie für die Anwender problemlos vonstatten gehen. Von Anfang an mit Android 6.0 ausgestattet sind die beiden neuen Geräte Nexus 5X und Nexus 6P.

Google Nexus 6P mit Android M

Google

Google Nexus 6P mit Android M

Android M bringt Verbesserungen in zahlreichen Punkten, von denen drei besonders fundamental sind. Die App-Berechtigungen sollen vollständig von den Benutzern eingestellt werden können. Das ist offenbar nicht mehr auf den Zeitpunkt der Installation einer App beschränkt, sondern auch laufende Apps können Berechtigungs-Anforderungen auslösen, die der Benutzer je nach Situation genehmigen oder verweigern kann. Damit können Fragen der Berechtigungen, die die Installation oder den Start der App aufhalten würden, auf später verschoben werden. Alle Berechtigungen können zudem in den Einstellungen angesehen und geändert werden. Die Apps sollten dahingehend geändert werden, dass sie die Berechtigungen an der betreffenden Stelle erfragen.

Die Verlinkung zwischen Apps soll in Android M einfacher werden. Apps können sich registrieren, um bestimmte URLs zu verarbeiten. Mit dem neuen autoVerify-Attribut sollen sich solche Links eindeutig und ohne Rückfrage beim Benutzer auflösen lassen. Auch der Energieverbrauch der Geräte soll weiter sinken. Mit der neuen »Doze«-Funktionalität versetzt sich das System, wenn es nicht bewegt oder anderweitig benutzt wird, schrittweise in immer tiefere Ruhezustände, an die sich die Apps mit verringerter Hintergrundaktivität anpassen sollen.

Benutzer, die Hilfe oder Informationen suchen, sollen diese nun noch einfacher erreichen. Dazu wird eine entsprechende Anfrage an »Google Now« gestellt. Mit Android Pay sollen die Benutzer jetzt auch Zahlungen abwickeln können, wobei Rfid zum Einsatz kommt. Zusätzlich soll die Bestätigung einer Zahlung auch mit einem Fingerabdruck möglich werden. Fingerabdrücke sollen auch nutzbar sein, um Geräte zu entsperren oder auf Google Play etwas zu kaufen.

Einzelheiten zu Android 6.0 findet man auf der Entwicklerseite. Neuerungen bei den Android-Entwicklerwerkzeugen sind Android Studio 1.3, das nun das Editieren und Debuggen von C++-Code und somit das Android NDK unterstützt, die »Android Design Support Library«, die neue spezialisierte GUI-Elemente für Apps bringt, und Version 7.5 der Google Play-Services.

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