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Mi, 7. Oktober 2015, 10:45

Software::Kernel

Weiterer prominenter Kernel-Entwickler tritt zurück

Mit Matthew Garrett kehrt ein weiterer prominenter Hacker dem Linux-Projekt den Rücken. Auch Garrett bemängelt die unflätige Ausdrucksweise und das Mobbing auf der LKML.

Larry Ewing

Als Reaktion auf Sarah Sharps Rücktritt aus der aktiven Entwicklung des Kernels hat auch der prominente CoreOS-Hacker Matthew Garrett angekündigt, künftig das Linux-Projekt meiden zu wollen. Wie Sharp sieht auch Garrett keine signifikante Änderung der Situation und bemängelt den rüden und unfreundlichen Umgangston auf der Linux Kernel-Mailingliste (LKML). Als Reaktion darauf habe auch er beschlossen, sich künftig nur noch der Kernel-Entwicklung auf der LKML zu widmen, wenn er dafür bezahlt werde. Seine Änderungen am Kernel sind deshalb nur in seinem Branch zu finden. In seiner Freizeit will er sich eher freundlicheren Projekten widmen. Unter anderem engagiert sich Garrett bei Gnome und Debian und wird oftmals als einer der führenden Ideengeber bei Cloud-Computing genannt.

Wie Sharp bemängelt auch Garrett, dass oftmals grundlos und ohne Sinn auf Ideen oder Vorschläge eingedroschen wird. Alpha-Hacker attackierten nicht selten Leute persönlich, ohne dass sie sich die Mühe machen, die Sachlage genauer zu untersuchen. Laut Garrett sei die technische Seite des Kernels zwar interessant, doch blieb ihm vor allem die harsche Kommunikation vor allem mit Linus Torvalds in Erinnerung. Torvalds hatte seinerzeit Red Hat, und damit maßgeblich Garrett, vorgeworfen, einen »dick-sucking contest« zu veranstalten und Microsoft im Zuge dessen oral zu befriedigen. Der Ton der Auseinandersetzung prägte dabei vor allem eine unflätige Ausdrucksweise.

Wie Sharp ist auch Garrett Mitglied des Linux Foundation Technical Advisory Boards (TAB). Mit dem Rücktritt verliert der Kernel deshalb einen weiteren sichtbaren Hacker, der in der Vergangenheit viele Bereiche der Entwicklung abdeckte. Unter anderem konzipierte Garrett die Energieverwaltung unter Linux und setzte sich mit Secure Boot sowie UEFI im Kernel auseinander.

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