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Do, 8. Oktober 2015, 10:54

Gemeinschaft

Mozilla: Drei Prinzipien für das Blockieren von Inhalten

Mozilla beobachtet nach eigenen Angaben die aktuellen Entwicklungen beim Blockieren von Inhalten und hat nun drei Prinzipien vorgeschlagen, die sich mit Neutralität, Transparenz und Offenheit zusammenfassen lassen.

Mozilla

Laut Denelle Dixon-Thayer von Mozilla ist das Blockieren von Inhalten inzwischen allgegenwärtig - kaum ein Desktopnutzer dürfte ohne Adblocker unterwegs sein, und auch im Web versuchen sich inzwischen viele Anwender vor unerwünschten Inhalten zu schützen. Jüngst gestattete auch Apple, Apps für das proprietäre iOS zu schreiben, die Inhalte ausfiltern. Das führte, wie Dixon-Thayer schreibt, zu vielerlei Aktivitäten und Diskussionen.

Für Mozilla ist Inhaltsfilterung zwar ein Fakt, aber noch nie genau untersucht worden. Klar sei, dass die Benutzer diese Filterung wollen, um genau kontrollieren zu können, was in ihren Browsern ankommt. Mozilla und die gesamte Branche muss darauf reagieren, aber wie, ist noch unklar. Für Mozilla stehen die Geschäftsmodelle der Web-Anbieter auf dem Spiel, diese müssen deshalb in die Diskussion einbezogen werden.

Als ersten Schritt hat Mozilla drei Prinzipien definiert, die für alle Inhaltsblocker gelten sollten. Erstens sollten die Filter neutral gegenüber den Inhalten sein - sie sollten sich an den Zielen der Benutzer wie höhere Geschwindigkeit, Sicherheit und Privatsphäre orientieren, nicht dagegen spezifisch gegen Werbung vorgehen. Mit diesem Prinzip dürfte Mozilla am meisten anecken, gerade bei den Benutzern, die sich von keinerlei Werbung ablenken oder ihre Bandbreite stehlen lassen wollen.

Das zweite Prinzip fordert, dass Inhaltsfilter klare Angaben, was sie blockieren, und verständliche Einstellmöglichkeiten bieten. Damit will Mozilla Tendenzen entgegenwirken, dass Inhaltsfilter vollständig von einigen Anbietern kontrolliert werden. Der Effekt sei genau entgegengesetzt zu dem, was die Benutzer eigentlich wollen. Die Benutzer verlören die Kontrolle darüber, was sie sehen können und was nicht; Inhaltsanbieter hingegen könnten von massiven Benachteiligungen bedroht werden.

Das dritte Prinzip fordert Offenheit und zielt in dieselbe Richtung wie das zweite Prinzip. Es fordert, dass Blocker dieselben Prinzipien auf alle Inhalte unabhängig von ihrer Quelle anwenden. Alle Interessenten sind aufgerufen, mit Mozilla über diese Prinzipien und das Blockieren von Inhalten im Allgemeinen zu diskutieren.

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Kommentare (Insgesamt: 13 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Acceptable Ads? (Satan Klaus, Do, 8. Oktober 2015)
Re: Mozilla windet sich (akf, Do, 8. Oktober 2015)
Re[2]: Autokino (akf, Do, 8. Oktober 2015)
Re: Autokino (Oberkomissar, Do, 8. Oktober 2015)
Autokino (trallala, Do, 8. Oktober 2015)
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