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Fr, 9. Oktober 2015, 15:05

Hardware::Notebooks

Zürcher Fellowship-Gruppe bietet Laptops mit Libreboot an

Die Zürcher Lokalgruppe der FSFE hat die Initiative »Freie Computer für freie Menschen« gestartet, die Interessierten Laptops anbietet, die vollständig mit freier Software laufen.

Mirko Lindner

Die Initiative »Freie Computer für freie Menschen« setzte sich zum Ziel, Rechner anzubieten, die keinerlei unfreie Software oder Firmware benötigen. Das beinhaltet nicht nur, dass keine Blobs für WLAN benötigt werden, sondern setzt auch ein vollständig freies BIOS voraus. Dabei entschied sich die Gruppierung für das Libreboot-BIOS.

Die Lokalgruppe Zürich der FSFE rüstet gebrauchte Laptops für diesen Zweck auf. Die gebrauchten Geräte werden zunächst gereinigt und der WLAN-Chip wird gegen ein Modell, das mit freier Software läuft, ausgetauscht. Das Aufspielen des Libreboot-BIOS ist nach Angaben der Initiative je nach Gerät sehr unterschiedlich. Einige Geräte erlauben die Installation, ohne einen externen Flasher zu verwenden. Dazu gehören das Lenovo X60 oder das Lenovo T60. Andere Geräte müssen initial extern geflasht werden. Das Equipment dafür hat die Lokalgruppe Zürich angeschafft. Es besteht aus einen Beagle Bone Black und den Adaptern für die Flash-Chips. Nach der Installation von Libreboot wird eine freie GNU/Linux-Distribution aufgespielt.

»Ziel ist es, möglichst vielen interessierten Menschen einen Zugang zu einem freien Computer zu ermöglichen«, so Marcus Möller vom Schweizer Team der FSFE. »Durch die Weiterverwendung von gebrauchten Geräten wird außerdem eine nachhaltige Nutzung gewährleistet.«

Je nach Ausstattung kosten die Geräte 100 bis 300 Schweizer Franken. Auch ein Versand nach Deutschland oder Österreich ist der Initiative zufolge möglich. Die Preise werden so niedrig wie möglich gehelten, da das Projekt nicht gewinnorientiert arbeitet. Die Einnahmen werden in die Anschaffung weiterer Geräte zur Aufarbeitung investiert. Sollte ein erworbener Laptop irgendwann einen Defekt zeigen, wird versucht, ihn wieder zu reparieren. Falls dies nicht möglich sein sollte, kann das das defekte Gerät über die Lokalgruppe Zürich fachgerecht entsorgt werden.

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