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Di, 13. Oktober 2015, 08:04

Software::Desktop

»Pear OS«: Totes System will nicht sterben

Nachdem die Ersteller des sich optisch an Apple anlehnenden »Pear OS« die Einstellung des Produktes ankündigten, sollte die Entwicklung eigentlich im Zuge eines neuen Projektes stattfinden. Doch auch dieses Projekt ist mittlerweile tot. Nun startet ein einzelner Entwickler einen weiteren Reanimierungsversuch.

Desktop von Pear OS

Pear OS

Desktop von Pear OS

»Pear OS« war ein auf Ubuntu basierendes Betriebssystem, das sich optisch an Apples Software-Design anlehnte. Als Logo fungierte bei »Pear OS« eine angebissene Birne. Anfang 2014 wurde die Entwicklung und die freie Verfügbarkeit allerdings eingestellt. Wie der damalige Entwickler und Initiator der Distribution bekannt gab, wurde das Projekt an eine Firma verkauft – die »Pear OS« kurzerhand einstampfte. Um welche Firma es sich handelte, gab der Entwickler allerdings nicht bekannt. Es handelte sich angeblich um eine »große, wohlbekannte Firma«.

Doch gänzlich sterben sollte das Betriebssystem nicht, denn eine Gruppe an Entwicklern startete unter dem Namen »Clementine OS« einen Nachfolger, der die Ideen des Systems weiter verfolgen sollte. Abgesehen von einer Ankündigung war es aber auch »Clementine OS« nicht vergönnt, lange zu überleben. Mittlerweile gibt es nur noch Spuren des Vorhabens. Verwunderlich ist deshalb, dass nun das Original aus der Versenkung geholt wurde.

Wie Rodrigo Marques bekannt gab, steht ab sofort eine von ihm erstellte, neue Version des Betriebssystems auf Servern von Sourceforge.net zum Bezug bereit. Die neue Version basiert auf Ubuntu 14.04.1 LTS und erweitert das Betriebssystem um das »Pear OS«-typische Aussehen samt Icons, der grafischen Umgebung. Laut Aussage von Marques ist die Veröffentlichung lediglich eine Aktualisierung eines Systems, das ihm ans Herz gewachsen ist.

Ob dieses Bestand haben wird, steht allerdings nicht fest. Unabhängig vom Aufwand der Pflege sind auch die Lizenzrechte weitgehend ungeklärt. Während das »Clementine OS«-Projekt seinerzeit ein eigenständiges System darstellte, handelt es sich bei »Pear OS« um einen direkten Nachbau eines lizenzrechtlich geschützten Produktes. Ob der damalige Käufer des Systems das einfach hinnehmen wird, darf deshalb bezweifelt werden.

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