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Di, 13. Oktober 2015, 14:34

Gesellschaft::Politik/Recht

Gesundheitsorganisation in Italiens Region Venetien entscheidet sich für LibreOffice

ULSS5, eines von 22 Unternehmen im Gesundheitssektor der italienischen Region Venetien, hat die Migration zu LibreOffice und ODT fast abgeschlossen. Die Umstellung umfasst vier Krankenhäuser und zehn Gesundheitszentren mit rund 1.500 Rechnern.

EU

Das berichtete Enio Gemmo von der Document Foundation auf der LibreOffice-Konferenz in Aarhus im September. Gemmo, der bei der Migration als Trainer arbeitet, erklärte, eine der größten Schwierigkeiten sei der Dokumentenaustausch mit der Außenwelt. Hierbei seien Fonts das Hauptproblem. Proprietäre Betriebssysteme und Office-Suiten verwendeten auch proprietäre Fonts.

Wenn diese bei freier Software mit ähnlichen Fonts ersetzt würden, so Gemmo in seinem Vortrag ergäben sich oft unschöne Effekte bis hin zur falschen Formatierung von Absätzen und Tabellen. Beim Austausch von Fonts komme es darauf an, eine Schriftart mit der gleichen Metrik zu finden wie der des proprietären Fonts. Daher müssten Anwender bei Problemen beim Dokumentenaustausch Schriftstücke oft im proprietären OOXML-Format speichern. Manchmal sei sogar die Nutzung eines proprietären Office-Pakets unumgänglich.

Gemmo hat seit 2013 rund 500 der insgesamt 2.500 Angestellten der ULSS5 im Umgang mit LibreOffice und offenen Dokumentenformaten geschult. Dabei legt er Wert darauf, zuerst eine Einführung in die Prinzipien freier Software zu geben, da dies beim Verständnis der Gründe für die Migration hilfreich sei. So verstünden die Probanden, dass sich der Begriff der Freiheit hier erst in zweiter Linie auf Kostenfreiheit bezieht. Erst danach erfolgt die Einführung in LibreOffice. Diese Vorgehensweise sei für die überwiegende Mehrheit der Angestellten ausreichend. Ein kleiner Prozentsatz benötige eine Schulung in den fortgeschrittenen Funktionen der Office-Suite oder deren Einsatz für Spezialaufgaben.

Vor Beginn der Umstellung lief bei ULSS5 neben einer proprietären Office-Suite in mehreren Versionen bereits OpenOffice. Mit dem Beschluss der Vereinheitlichung wurde auf der technischen Ebene die automatische Installation und Aktualisierung von LibreOffice implementiert. Die Office-Suite wird nach internen Tests der jeweils neuen Version dann pro Abteilung ausgerollt, wobei zwei der dortigen Angestellten als Tester fungieren. Dieses Prinzip hat laut Gemmo bisher gut funktioniert.

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Kleine Fische (Discoklobürste, Mi, 14. Oktober 2015)
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