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Di, 13. Oktober 2015, 13:43

Gemeinschaft::Organisationen

Mozilla-Studie: Web schafft Chancen in Entwicklungsländern

Mozilla hat gemeinsam mit der GSMA eine Studie erstellt, die die Möglichkeiten des Webs in Entwicklungsländern aufzeigt. Eine wachsende Zahl von Menschen hat demnach Zugang zum Web, aber es fehlt oft an interessanten lokalen Inhalten.

Teenager bei der Nutzung von Webmaker in Dhaka, Bangladesch

Mozilla

Teenager bei der Nutzung von Webmaker in Dhaka, Bangladesch

Die ausführliche Studie (PDF) wurde von Mozilla gemeinsam mit der GSMA, der weltweiten Interessenvertretung der Mobilfunkbetreiber, erstellt. Sie trägt den Titel »Ansätze zur Erstellung von lokalen Inhalten: Verwirklichung der Smartphone-Chance«.

Etwa 43% der Weltbevölkerung haben Zugang zum Internet. In Entwicklungs- und verstärkt in Schwellenländern, beispielsweise Indien, Bangladesch und Kenia, besitzen die wenigsten Menschen einen eigenen Rechner, dort besteht der Zugang zum Web fast ausschließlich über Smartphones, die inzwischen weit verbreitet sind. Es wird geschätzt, dass die Zahl der Nutzer mobiler Webzugänge bis 2020 auf drei Milliarden anwachsen wird.

Wie die Studie aber aufzeigt, besteht für viele Menschen aber derzeit gar kein Anreiz, das Web zu nutzen, manche kennen es nicht einmal. Ein Grund dafür ist, dass es keine Inhalte in ihrer Sprache gibt oder keine, die für sie relevant sind. In der Studie wollen Mozilla und die GSMA Antworten auf drei Fragen finden: Welche Grundkenntnisse benötigen Nutzer von Mobilgeräten, um am Web teilhaben zu können, welche Werkzeuge sind nötig, damit die Nutzer eigene Inhalte auf einfache Weise erstellen können, und welchen Einfluss könnten die richtige Schulung und die passenden Werkzeuge auf das dortige digitale Ökosystem haben.

Für die Studie wurde 12 Wochen lang in mehreren Orten in Afrika, Asien und Amerika vor Ort geforscht, ein Jahr lang wurde Webmaker für Android entwickelt und erprobt, und zwei Pilotstudien erkundeten den Zusammenhang zwischen »digitalen« Kenntnissen und Nutzung des Webs auf Mobilgeräten.

Die zentrale Erkenntnis aus der Studie war naheliegend: Je besser die Kenntnisse und je mehr relevante Inhalte vorhanden sind, desto größer der Nutzen für alle, auch für die Mobilfunkbetreiber und die Gesellschaft. Wenn die richtigen Investitionen getätigt werden, könnten viel mehr Menschen am Web teilhaben und für sie und andere wertvolle Inhalte erzeugen.

Die Autoren kamen ferner zu dem Schluss, dass die Teilnehmer und Benutzer sehr begeistert von der Idee waren, Inhalte zu erzeugen. Die Möglichkeit, sein Schaffen mit anderen zu teilen, war dabei eine der größten Motivationen. Die Fähigkeit der »nächsten Milliarde« von Benutzern, mit der Komplexität von Plattformen und Anwendungen umzugehen, sollte nicht unterschätzt werden. Unnötige Vereinfachungen wären demnach kontraproduktiv. Und schließlich zeigte sich in Workshops auch, dass die Teilnehmer immer danach strebten, etwas zu schaffen, was sich von den anderen abhebt, und neue Konzepte probierten und die Vorlagen erweiterten.

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