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Do, 22. Oktober 2015, 18:16

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 15.10 freigegeben

Ubuntu 15.10 »Wily Werewolf« steht nun in allen Varianten zum Download bereit. Die neue Version der Linux-Distribution bringt viele Aktualisierungen und die Umstellung auf Systemd als Init-System.

Während Ubuntu 15.10 oberflächlich nicht viel Neues bietet, hat sich bei den enthaltenen Softwarepaketen einiges getan. Die meisten Pakete wurden aktualisiert und die Distribution setzt jetzt auf Linux 4.2 auf. Dieser enthält den neuen AMDGPU-Kernel-Treiber und erweitert die Hardware-Unterstützung nicht nur bei den AMD-Chips, sondern auch für Intel Broxton und NV-DIMMs. Das Dateisystem F2FS wurde um die Möglichkeit der Verschlüsselung erweitert. Auch ein Kernel für den Raspberry Pi 2 wird bereitgestellt.

Die Desktop-Ausgabe von Ubuntu 15.10 verwendet nun Systemd als Init-System. Persistente Netzwerknamen sollen eine verlässliche Namensgebung für Netzwerkgeräte ermöglichen. Bei bestehenden Installationen wird allerdings keine Änderung vorgenommen. Die Unity-Umgebung 7.3 wurde um kleinere Neuerungen erweitert und poliert. So sind jetzt lokal integrierte Menus für Fenster sichtbar, die nicht den Fokus haben. Die Unity-Übersichtsseite erhielt ebenfalls einige Verbesserungen. Zu den mitgelieferten Softwarepaketen zählen Firefox 41, Chromium 45, LibreOffice 5.0.2 und der Bluetooth-Stack BlueZ 5.35 mit dem Verwaltungsprogramm Blueman 2.0. Unterstützung für den neuen Steam Controller lässt sich leicht installieren. Weitere Bestandteile sind GCC 5.2.1 und Xorg 7.7. Ubuntu Phone wird erstmals automatisch über das Mobilfunknetz auf die neue Version aktualisiert.

Fotostrecke: 4 Bilder

Ring unter Ubuntu
Firefox 41 in Ubuntu 15.10
Spracheinstellungen in Ubuntu 15.10
Dateimanager in Ubuntu 15.10
Ubuntu Server wurde vor allem im Bereich der Virtualisierung erweitert. zu den aktualisierten Paketen gehören OpenStack Liberty, Juju 1.24.6, libvirt 1.2.16, Qemu 2.3 und Open vSwitch 2.4.0. Der verteilte Objektspeicher Ceph und das gleichnamige Dateisystem wurden auf Version 0.94.3 gebracht. Neu ist der OpenStack Autopilot, der eine leistungsfähige und trotzdem einfache Möglichkeit darstellen soll, OpenStack auf Ubuntu zu konfigurieren. Neu sind auch LXD, eine Sammlung von Werkzeugen zur Konfiguration von Containern, die über LXC hinausgehen, und eine Vorschau auf das DPDK (Data Plane Development Kit) für Hochgeschwindigkeitsnetzwerke.

Neben diesen Ausgaben bietet Ubuntu auch »Snappy Core« als schlanke virtuelle Maschine für den Einsatz in Clouds, den Ubuntu Cloud Server und Netboot-Images zum Herunterladen an.

Weitere offizielle Varianten von Ubuntu werden nicht von Canonical, aber von der Gemeinschaft unterstützt. Kubuntu setzt den Plasma-Desktop 5.4 und die KDE-Anwendungen in Version 15.08 ein. Lubuntu installiert LXDE und widmete sich in Version 15.10 überwiegend Korrekturen, da geplant ist, später auf LXQt umzustellen. Das Aussehen wurde verbessert, die Probleme verursachende Eingabemethode iBus wurde durch Fcitx ersetzt. Die Auswahl zwischen unterschiedlichen Sitzungsarten ist jetzt nicht mehr standardmäßig installiert, aber weiter verfügbar.

Ubuntu Gnome aktualisierte Gnome auf Version 3.16, wobei aber einige Komponenten wie der Dateimanager Nautilus bei Version 3.14 verblieben. Das ebenfalls Gnome-basierte Ubuntu Kylin, das an chinesische Benutzer angepasst ist, erhielt neben Aktualisierungen auch Korrekturen bezüglich der Internationalisierung.

In Ubuntu Mate wurde der gleichnamige Desktop auf Version 1.10 aktualisiert. Die Neuerungen dieser Version können einer separaten Übersicht entnommen werden. Die Entwickler von Ubuntu Studio 15.10 haben noch keine Angaben zu den Änderungen veröffentlicht. Auch Xubuntu, die Xfce-Ausgabe, enthält vorwiegend Aktualisierungen. Das neue Programm Panel Switch ermöglicht das Sichern und Wiederherstellen von Panels und bringt fünf vordefinierte Panel-Layouts mit. Dem Window-Manager wurden die Greybird-Icons für mehr Barrierefreiheit hinzugefügt.

Alle Varianten von Ubuntu 15.10 erhalten neun Monate Unterstützung. Einzelheiten kann man den Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen.

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