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Fr, 30. Oktober 2015, 08:54

Software::Security

IETF registriert ».onion«-Domainkennung

Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat die Domainendung ».onion« in einem RFC als Special-Use-Domain akzeptiert. Das gaben die Entwickler des freien Anonymisierungsnetzwerks Tor bekannt.

Das Tor-Projekt (ursprünglich für »The Onion Routing«) hat sich Anonymität und Umgehung von Zensurversuchen im Internet zum Ziel gesetzt. Es ermöglicht Aktivisten, Journalisten und allen anderen Anwendern, sich mit unzensierten Webseiten und Diensten zu verbinden oder in anonymer Form Inhalte zu publizieren oder zu konsumieren. Die weiter bestehenden globalen Trends in Gesetzen, Politik und Technologie bedrohen nach Ansicht verschiedener Organisationen die Anonymität so stark wie nie zuvor und untergraben die Möglichkeiten, online frei zu sprechen und sich zu informieren. Daher sei Tor laut Aussage vieler Sicherheitsexperten eine unabdingbare Voraussetzung, um sicher online zu kommunizieren.

Was dem Netzwerk allerdings fehlte, war eine offizielle Anerkennung der Nomenklatur. Zwar hat sich in der Vergangenheit ».onion« als Special-Use-Top-Level-Domain zur Nutzung von Hidden-Services etabliert, doch die Adressendung war kein Bestandteil des offiziellen Domain Name Systems (DNS), was zu diversen Problemen führte. Unter anderem hätte ».onion« von der Internet Corporation For Assigned Names and Numbers (ICANN) als TLD vermarktet und verkauft werden können.

Nun hat allerdings die Internet Engineering Task Force (IETF) im RFC 7686 ».onion« für die Nutzung durch Tor-Netzwerk reserviert und die Kennung aus der Nische der Pseudo-Top-level-Domains – ähnlich beispielsweise der ».local«-Kennung - gehoben. Unter anderem sollen gemäß dem RFC DNS-Server keine Anfragen mehr für die Endung beantworten, was laut Tor-Entwickler Jacob Applebaum zu einer Reihe von erweiterten Diensten und Funktionen führen wird. So soll es unter anderem künftig möglich sein, SSL/TLS-Zertifikate für ».onion«-Dienste zu erstellen, so der Entwickler.

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