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Mi, 4. November 2015, 12:03

Software::Branchenlösungen

Andalusiens IT-Management-Werkzeug GECOS steht zur Wiederverwendung bereit

GECOS steht für Guadalinex Escritorio Corporativo eStandar und wurde für Andalusiens Verwaltung geschrieben. Nun bietet es die Regierung der autonomen spanischen Region anderen Verwaltungen, Unternehmen und Institutionen zur Wiederverwendung an.

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Das gab laut Joinup jetzt Juan Conde, Leiter der Initiative zur Verbreitung freier Software, die dem Finanzministerium unterstellt ist, bekannt. GECOS ist eine Sammlung von Administrationswerkzeugen, Lösungen zur Distribution von Software und Instrumenten zur Integration und hat laut Conde eine große potenzielle Anwenderbasis außerhalb der Verwaltung Andalusiens.

Internationalisierung und Lokalisierung seien von Anfang an Kernpunkte der Entwicklung gewesen, sodass es international einsetzbar sei. Conde sieht im weitverbreiteten Einsatz von GECOS - nicht zuletzt auch im kommerziellen Umfeld - eine Chance der Ausweitung und Weiterentwicklung des Projekts. Zudem würde durch die Erhöhung der Nutzerzahlen auch das Vertrauen in die Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit erhöht. Die Software wurde, so Conde, entwickelt, um unter Debian und Ubuntu zu laufen, könne aber problemlos auch an andere Distributionen wie Red Hat oder CentOS angepasst werden. Für proprietäre Systeme sei GECOS derzeit ziemlich nutzlos, bis jemand sich der Sache annimmt und die Managementrichtlinien anpasst.

Andalusien hat eine recht lange Tradition bei der Verwendung freier Software. Bereits 2009 begann die autonome Region mit der Verteilung von Linux-Laptops in Schulen. Darauf lief eine bereits seit 2004 entwickelte Version von Debian namens Guadalinex, die ab 2006 auf Ubuntu als Basis wechselte. Im Jahr 2010 waren bereits 300.000 Desktops und 180.000 Laptops in über 2.000 andalusischen Schulen mit Guadalinex und weiterer freier Software bestückt, 2011 folgten weitere 100.000 Schulrechner. Darüber hinaus läuft das System auf Rechnern der 764 Guadalinfo-Gemeinschafts-Zentren, die damals monatlich von mehr als 40.000 Bürgern frequentiert werden. Auch in der Verwaltung Andalusiens wurde ab 2006 der Umbau zu freier Software und offenen Formaten begonnen.

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