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Di, 10. November 2015, 09:23

Software::Kernel

Kdbus auf unbestimmte Zeit verschoben

Nachdem Kdbus Anfang der vergangenen Woche von Rawhide, der Entwicklerversion von Fedora, entfernt wurde, kündigten die Entwickler nun eine Überarbeitung des Systems an. Damit steht die Freigabe einer stabilen Version knapp drei Jahre nach der initialen Vorstellung wieder in den Sternen.

Larry Ewing

Bereits Ende der vergangenen Woche zeichnete es sich ab, dass die Integration von Kdbus in den Kernel kaum noch eine Chance hat, als das Fedora-Projekt die Neuentwicklung aus ihrer Distribution entfernte. Auch Systemd-Erfinder Lennart Poettering hatte in seinem Vortrag am Wochenende während der diesjährigen Systemd-Konferenz zugegeben, dass die Kernellösung einige Eigenschaften mit sich führe, die unter anderem zu einer ineffizienten Kommunikation führen und einer Überarbeitung bedürfen. Mit dem Erscheinen von Systemd 221 im Juni hatten die Entwickler Tests von Kdbus im User-Space in den Distributionen angeregt und nun herausgefunden, dass Kdbus nicht optimal ist.

Mittlerweile hat auch Greg Kroah-Hartman, der die Implementierung in den Kernel vorantrieb, erkannt, dass Kdbus nicht gerade der große Wurf ist. Schmallippig bestätigte er am Wochenende das geplante Redesign des Systems. Einen Zeitrahmen, wie in der Vergangenheit üblich, gab der prominente Kernel-Entwickler diesmal nicht. Basierend auf den Resultaten von Rawhide sei es aber an der Zeit, Kdbus neu zu überdenken. »Die Resultate werden veröffentlicht, wenn sie fertig sind«, so die Zukunftsprognose von Kroah-Hartman.

Die Idee einer Kernel-seitigen D-Bus-Implementation ist nicht neu und wurde bereits vor fast zwei Jahren konkretisiert. Verfolgt wurde sie schlussendlich von den Systemd-Entwicklern Lennart Poettering, Kay Sievers und Daniel Mack sowie Greg Kroah-Hartman. Anfang des Jahres wurde Kdbus ein halbes Jahr nach dem ersten Patch-Vorschlag erstmalig offiziell für eine Aufnahme in die Kernel-Version 4.1 vorgeschlagen. Seitdem beschäftigt es diverse Entwickler und Tester.

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