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Do, 19. November 2015, 15:27

Software::Distributionen::Debian

Fedoras Cockpit wird nach Debian portiert

Fedoras Cockpit Management Console wird derzeit nach Debian portiert. Entscheidende Fortschritte wurden auf der kürzlich abgehaltenen ersten Systemd-Konferenz gemacht.

Software in the Public Interest (SPI)

Diese Tatsache weist bereits daraufhin, dass das Server-Managementwerkzeug Cockpit, das es außer für RPM-Distributionen auch für Arch Linux und als PPA für Ubuntu gibt, stark auf Systemd ausgelegt ist. Bei der Portierung ist das von Vorteil, da Debian 8.2 ebenso wie Fedora auf Systemd setzt. Somit funktioniert ein großer Teil der Werkzeuge von Cockpit 0.83 bereits ohne Anpassungen.

Derzeit muss das Paket allerdings noch händisch gebaut werden. Ein Blogeintrag von Dominik Perpeet, der sich bei Fedora um Cockpit kümmert, listet die Abhängigkeiten auf, die zu installieren sind. Die ebenfalls verlinkte Bauanleitung für das Paket ist von Fedora übernommen und kann ohne Änderungen auch für Debian angewendet werden.

Cockpit ist mehr als reines Server-Monitoring, lässt sich vom Umfang her mit Webmin vergleichen und wird seit Fedora 21 in der Server-Variante der Distribution ausgeliefert. Die Administration wird in die sechs Bereiche System, Services, Container, Journal und Storage gegliedert. Alle Sektionen außer Storage verrichten ihre Arbeit unter Debian wie unter Fedora. Storage ist auf den Daemon »storaged« angewiesen, der derzeit in Debian noch nicht unterstützt wird. Auch die Docker-Integration arbeitet bereits unter Debian, sofern das Paket »docker.io« installiert ist. Da die Rechteausweitung unter Debian anders funktioniert als unter Fedora, muss noch an der Möglichkeit gearbeitet werden, Cockpit als User laufen zu lassen.

Nach einigen nötigen Änderungen am Cockpit-Build-System soll Cockpit 0.83 nach Debian Unstable geladen werden. In dem Zusammenhang wird noch ein Debian-Paket-Betreuer gesucht. Das Paketieren selbst ist laut Angaben von Perpeet nicht weiter aufwendig, es wäre aber hilfreich, wenn eventuelle Abhängigkeitsprobleme bereits früh im Entwicklungsprozess entdeckt würden.

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