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Mi, 25. November 2015, 13:20

Gesellschaft::Wirtschaft

Black Duck: Open Source weiter verbreitet denn je

Die neunte Umfrage von Black Duck zur Zukunft von Open Source wurde von 1300 Unternehmen beantwortet und zeigte, dass freie Software weiter verbreitet ist als zuvor. Kritisiert wird allerdings, dass es viele Nutzer versäumen, Richtlinien zur Nutzung zu erstellen, und sich zu wenig um die Wartbarkeit kümmern.

Mirko Lindner

Black Duck bezeichnet sich als Open-Source-Logistiker. Die Firma hilft Unternehmen, die freie Software einsetzen, die Sicherheit der Software zu gewährleisten und die Lizenzbedingungen zu verstehen und einzuhalten. Darüber hinaus unterstützt es die Kunden bei der Entwicklung ihrer Open-Source-Strategie.

Zum neunten Mal hat Black Duck nun seine jährliche Unternehmensumfrage zum Einsatz von freier Software unter dem Titel »Die Zukunft von Open source« durchgeführt. Wie die Autoren schreiben, ist Open Source-Software die treibende Kraft hinter den meisten technologischen Innovationen, von der Cloud und »Big Data« bis zu sozialen Medien und Mobilgeräten. Dieses Jahr beteiligte sich eine Rekordzahl von 1300 Unternehmen an der Umfrage - im Jahr 2011 waren es erst 453. Von diesen setzen 78% freie Software ein, einige nutzen sie ausschließlich. Auch von den anderen 22% nutzen die meisten freie Software, nur 3% kommen ganz ohne sie aus. Gegenüber dem Jahr 2010 ist das fast eine Verdopplung. 66 Prozent gaben an, freie Software als Basis für Software zu verwenden, die sie für Kunden entwickeln.

64 Prozent der Befragten gaben an, dass Mitarbeiter des Unternehmens an freien Projekten mitarbeiten. Bei den Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern waren es sogar 67%. In über der Hälfte der Unternehmen arbeiten mindestens die Hälfte der Entwickler an Open Source. 88% erwarten, dass ihre Beteiligung an freier Software noch steigen wird. 39% wollen ein eigenes externes freies Projekt starten, 47% wollen bisher interne Projekte freigeben und 53% wollen die Hürden für ihre Mitarbeiter senken, an freien Projekten zu arbeiten.

Freie Software wird mehr und mehr zum Standard: Über 66% geben freier Software den Vorzug, wenn es um neue Beschaffungen geht. Gründe dafür sind unter anderem, dass sich freie Software besser skalieren und einfacher zum Einsatz bringen lässt.

Während 55% annehmen, dass freie Software mehr Sicherheit bietet, versäumen es offenbar 67% der Anwender, die bei ihnen eingesetzte Software regelmäßig auf nötige Updates zu prüfen. Darüber hinaus verfügen 55% über keine festgelegten Richtlinien oder Verfahren beim Einsatz freier Software, und nur 27% haben Richtlinien für die Beiträge ihrer Mitarbeiter zu freien Projekten definiert. Nur 16% verwenden einen automatisierten Prozess zur Genehmigung der Verwendung von Code und knapp 42% haben ihre freien Software-Komponenten inventarisiert. Hier besteht offensichtlich noch viel Verbesserungspotential.

Die gesteigerte Nachfrage führt auch zu gesteigerter Produktion: Mehr als 1,4 Millionen freie Softwareprojekte hat Black Duck gezählt, tatsächlich werden es noch deutlich mehr sein. Die Investitionen von Kapitalgebern in Anbieter von freier Software stiegen weiter: Von 920 Mio. US-Dollar 2013 auf 1,3 Mrd. US-Dollar im letzten Jahr.

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