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Do, 10. Dezember 2015, 08:03

Software::Datenbanken

ZeroDB im Quellcode veröffentlicht

ZeroDB, eine Datenbank mit End-to-End-Verschlüsselung, ist im Quellcode veröffentlicht worden. Die Entwickler versprechen sich von der Freigabe unter anderem eine bessere Unterstützung aus der Gemeinschaft.

Mirko Lindner

Die objektorientierte Datenbank mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ZeroDB, ist diese Woche im Quellcode auf GitHub veröffentlicht worden. Das hat der gleichnamige Hersteller im Zuge einer Pressemitteilung und im eigenen Blog bekannt gegeben. Unter die Freigabe fallen sowohl die Client- als auch die Server-Komponenten. Die Serverkomponente ist ZeroDB in Python geschrieben und baut unter anderem auf der ZODB (Zope Object Database) auf. Die Dokumentation finden Interessenten auf der Seite des Projektes.

ZeroDB ist eine zuvor proprietäre Technologie des gleichnamigen kalifornischen Unternehmens. Die Lösung bietet eine End-to-End-Verschlüsselung und eignet sich deshalb unter anderem für eine Speicherung von Daten auf physisch entfernten Systemen durch das Internet, wie beispielsweise in einer Cloud-Lösung. Eine Besonderheit ist dabei, dass nicht der Server, sondern die Clients für die Verschlüsselung verantwortlich sind. So verschlüsselte Daten lagern dann auf dem Server – wird der kompromittiert, können die Angreifer nichts mit den Daten anfangen.

Der Nachteil der Lösung ist die teilweise Limitierung bei der Geschwindigkeit. So werden alle Knoten sowohl beim Erstellen als auch beim Ändern auf dem Client verschlüsselt. Mit einer zunehmenden Anzahl an Knoten steigt deshalb auch die Netzwerklast, was bei einer großen Anzahl der Nutzer zu einem Problem werden kann.

Als Grund für die Freigabe nennt der Hersteller den Wunsch, die Gemeinschaft stärker in den Entwicklungsprozess einbinden zu wollen. Zudem erhofft sich ZeroDB stärkere Impulse seitens der Nutzer. Denn einen echten Einsatzzweck, jenseits der theoretischen Möglichkeiten, kann die Datenbank noch nicht wirklich aufweisen. Das ist unter anderem auch der Grund, warum ZeroDB geöffnet wurde.

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