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Do, 31. Dezember 2015, 09:05

Gemeinschaft::Personen

Debian-Gründer Ian Murdock verstorben

Ian Murdock verstarb am 28. Dezember im Alter von 42 Jahren. Er war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Umfeld freier Software.

Ian Murdock

Debian

Ian Murdock

Ian Murdock gründete im August 1993 als Informatikstudent das Projekt Debian und gab ihm neben dem »ian« im Namen die basisdemokratischen Grundlagen mit, die das Projekt noch heute erfolgreich in einem ansonsten von Unternehmen geprägten Umfeld bestehen lassen. Das von ihm verfasste Debian Manifest beschreibt, Debian solle »offen im Geist von Linux und GNU« entwickelt werden, um »eine nicht-kommerzielle Distribution zu erschaffen, die fähig sein wird, im kommerziellen Markt zu bestehen.«

So schreibt das Projekt in einem kurzen Nachruf, Murdocks Fokus sei eine Distribution und eine Gemeinschaft gewesen, die »ethisch wie technisch das Richtige tut«. Debian gilt als eines der erfolgreichsten Projekte im Rahmen freier Software. Das Projekt wird heute von rund tausend offiziellen Entwicklern und Tausenden Mitgliedern der Gemeinschaft getragen.

Nachdem er Debian auf den Weg gebracht hatte, arbeitete Murdock nach seinem Studium ab 1997 für die University of Arizona als Programmierer und engagierte sich in verschiedenen Projekten für freie Software. Im Jahr 2006 übernahm er die Stelle des technischen Leiters der Linux Foundation und zeichnete für die Weiterentwicklung der Linux Standard Base (LSB) verantwortlich. Im März 2007 wechselte er zu Sun Microsystems. Er leitete dort das Project Indiana mit dem Ziel, die Kompatibilität von Solaris und Linux zu erhöhen. Daraus entstand später OpenSolaris, das nach der Übernahme von Sun durch Oracle quelloffen als OpenIndiana weitergeführt wird. Erst kürzlich, im November 2015 wechselte Murdock zu Docker, die ihm ebenfalls einen Nachruf gewidmet haben.

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