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Do, 7. Januar 2016, 10:20

Hardware::Systeme

Linux-Unterstützung für PS4 schreitet voran

Nachdem es Ende 2015 eine Gruppe gelungen ist, Linux auf einer unmodifizierten Playstation 4 (PS4) auszuführen, stehen ab sofort auch schon die ersten funktionsfähigen Treiber für Peripherie bereit. Einer davon ist ein Grafiktreiber, der die 3D-Funktionalität der Spielkonsole unterstützt.

Playstation 4

Evan-Amos/Wikipedia

Playstation 4

Ende des vergangenen Jahres hat eine »Fail0verflow« genannte Hackergruppe im Rahmen des 32C3-Kongresses eine Lösung vorgestellt, die es ermöglicht, Linux auf einer unmodifizierten Playstation 4 (PS4) auszuführen. Möglich machte das ein bereits seit längerem bekannter Fehler im WebKit-Browser, der beispielsweise schon in Apples Safari-Browser zu finden war und mit iOS 6.0.1 beseitigt wurde. So gelang es den Hackern über eine manipulierte Webseite, die Browser-Sandbox zu verlassen und in das System zu gelangen. Durch die Erlangung der Zugriffsrechte war es den Hackern möglich, die Hardware des Systems auf Schwachstellen zu untersuchen. Unter anderem wurde dadurch ein Fehler in der GPU gefunden, der ebenfalls für einen Angriff genutzt werden und von Sony nicht geschlossen werden kann.

Mittlerweile steht der angepasste Kernel auf GitHub bereit. Damit wollen die Hacker unter anderem erreichen, dass sich auch andere Entwickler an den Portierungsarbeiten versuchen und die Hardware analysieren. Denn anders als bei anderen Hacks soll es nicht darum gehen, gecrackte Spiele auf der Konsole auszuführen. So will die Gruppe beispielsweise weder Sicherheitslücken bekannt geben noch Werkzeuge zur Umgehung der Sicherheitsmechanismen veröffentlichen. Vielmehr geht es dem Team darum, auf dem Gerät ein alternatives Betriebssystem zu ermöglichen.

Möglichkeiten und Gründe hierfür gibt es genug. Denkbar ist beispielsweise, dass Indie-Entwickler ihre Spiele anbieten können. Da die Hardware der Konsole einem herkömmlichen PC gleicht, wäre aber auch eine Portierung von Systemen wie beispielsweise SteamOS denkbar, so die Hacker auf ihrer Seite.

Mittlerweile steht nicht nur der Zugriff auf die Konsole, sondern auch auf Teile der Peripherie offen. Nachdem des anfänglich unklar war, wie groß beispielsweise der Aufwand sein wird, 3D zu unterstützen, stellte sich heraus, dass es keine große Aufgabe ist. Seit neuestem stehen deshalb Patches für libdrm, mesa und xf86-video-ati bereit, die es dem Anwender ermöglichen, die 3D-Unterstützung der PlayStation 4 APU (»Liverpool«) zu nutzen. Weitere Komponenten sollen demnächst folgen.

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