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Di, 12. Januar 2016, 15:16

Software::Web

Mozilla beendet den Persona-Dienst

Mozilla will Ende November sein Single-Sign-On-System für Webseiten Persona komplett aufgeben. Seit Mozilla sich aus der Entwicklung zurückgezogen hat, ist das Interesse an dem System rapide geschwunden.

Mozilla

Persona vom Mozilla Identity-Team will der »bessere Weg, sich gegenüber Webseiten oder Programmen zu authentifizieren«, sein. Es soll einerseits Entwicklern auf einfache Weise ermöglichen, aufbauend auf stabilen APIs Mechanismen zur Nutzer-Authentifizierung in Webseiten und Apps einzubauen. Andererseits will es den Benutzern dieser Portale und Applikationen einen sicheren, einfachen und vor allem passwortlosen Weg zum Registrieren und Anmelden bieten. Den Benutzern soll es möglich sein, sich mit bestehenden Accounts auf jeder Webseite einzuloggen, die Persona unterstützt. Darüber hinaus kann mittlerweile jede Domain zu einem Anbieter einer Persona-Identität werden. Persona ist kompatibel mit den gängigen Browsern sowohl am Desktop als auch auf Smartphones und Tablets unter Android und iOS.

Im März 2014 war Persona nach Ansicht von Mozilla im Wesentlichen fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt zog Mozilla seine Entwickler von Persona ab und überließ das Projekt der Gemeinschaft. Doch obwohl der Persona-Dienst in vollem Umfang weitergeführt und von Mozilla unterstützt wurde, ging das Interesse bald auf nahezu null zurück. Im Jahr 2015 wurden ganze vier Patches in den Persona-Code integriert. Parallel dazu ging die Nutzung von persona.org zurück.

Nun zieht Mozilla die Konsequenzen und schaltet persona.org komplett ab. Noch bis zum 30. November sollen die Dienste zur Verfügung stehen, danach soll endgültig Schluss sein. Die Benutzerdaten sollen gelöscht, die Domain aber behalten werden, um sie nicht in falsche Hände geraten zu lassen. Wer auf seiner Webseite noch Persona als Login nutzt, muss sich nach einer anderen Lösung umschauen. Nach einer Erhebung von Mozilla nutzen aber ohnehin die meisten Betreiber bereits andere Möglichkeiten zusätzlich zu Persona.

Alternativen zu Persona gibt es einige. Doch wahrscheinlich bietet keine davon so viel Schutz für die Privatsphäre wie Persona. Wer an Persona festhalten will, kann das System auch selbst installieren. Dies wird jedoch aufgrund der Komplexität von Persona nicht gerade empfohlen. Es ist zu vermuten, dass es gerade diese Komplexität war, die eine breitere Akzeptanz von Persona verhinderte.

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