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Fr, 15. Januar 2016, 10:33

Gemeinschaft::Organisationen

Dronecode-Projekt bringt kommerzielle Drohnenanwendungen voran

Das vor über einem Jahr gegründete Dronecode-Projekt zählt jetzt 51 Mitglieder und und verstärkt seine Bemühungen um eine einheitliche Plattform für kommerzielle Drohnen und Hobby-Fluggeräte.

Dronecode

Dronecode ist ein Gemeinschaftsprojekt der Linux Foundation, das es sich zum Ziel gesetzt hat, eine gemeinsame freie Plattform für zivile Drohnen zu schaffen. Zu diesem Zweck haben sich zahlreiche Vorreiter dieses Sektors zusammengetan und ihren vorhandenen Code eingebracht, um die Redundanzen zu verringern und gemeinsam schneller voranzukommen.

Einer der größten Sponsoren von Dronecode ist Qualcomm, das seine Mitgliedschaft auf die Platin-Stufe erhöht hat und mit der eigenen Hardware einen erklecklichen Anteil am Drohnenmarkt ergattern will. Dazu hat das Unternehmen eine besonders kompakte Platine namens Snapdragon Flight auf Basis der ARM-Architektur herausgebracht.

Das größte Wachstum hat der Drohnenmarkt nach Ansicht des Projekts zur Zeit bei kommerziellen Anwendungen. So werden Drohnen in der Landwirtschaft, Energieversorgung, Bergbau, Konstruktion und vielen anderen Bereichen eingesetzt, wie eine Voraussage von BI Intelligence angibt.

Seit der Gründung im Oktober 2014 hat sich die Zahl der Mitglieder fast verdreifacht und liegt jetzt bei 51, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht. Das Projekt bildete drei Arbeitsgruppen, die die Standardisierung und Interoperabilität in mehreren Bereichen voranbringen sollen. Die MAVlink-Kamera-Gruppe hilft Kameraherstellern bei der Implementation des MAVlink-Protokolls in Kameras. Sie arbeitet mit verschiedenen Entwicklern und Herstellern zusammen, um die Dronecode-Plattform um die Unterstützung weiterer Kameras und neue Funktionen zu erweitern.

Die Airspace-Gruppe definiert Datentypen, Einheiten und Formate, die alle Airspace-Provider senden und empfangen können. Sie soll außerdem eine Diskussion über die besten Vorgehensweisen anstoßen, wie die Trennung zwischen Fluggeräten sichergestellt werden kann, und will bestimmte Verhaltensweisen als Reaktion auf bestimmte Situationen vorschreiben.

Die Hardware-Gruppe schließlich will mechanische und elektrische Standards für die Schnittstellen zwischen dem Autopiloten und der Peripherie entwickeln.

Neben den vielen organisatorischen Dingen wurde auch Code entwickelt. So steht APM Plane kurz vor der Freigabe von Version 3.5.0. APM Plane ist aber nur eine der Komponenten, aus denen Dronecode insgesamt besteht. Weitere Bestandteile sind Ardupilot, PX4, Pixhawk, MAVLink, UAVCAN und ROS. Zusätzlicher und verbindender Code ist im Repositorium von Dronecode zu finden.

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