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Mo, 18. Januar 2016, 13:03

Gesellschaft::Politik/Recht

Portugals Hinwendung zu Open Source langsamer als erwartet

Portugal kommt mit der Einführung von Open-Source-Software in der Verwaltung des Landes langsamer voran als erwartet.

EU

Das berichtet jetzt Joinup unter Berufung auf ESOP-Präsident Álvaro Amorim Pinto. ESOP ist ein portugisischer Verband der Open-Source-Wirtschaft. Als einen Grund für die verlangsamte Entwicklung nannte Pinto den Mangel an Experten im Bereich Open Source. Seitens der Politik gebe es Ermunterung zum Einsatz von offenen Technologien und Standards zur Erlangung von mehr Effizienz und besseren staatlichen Dienstleistungen.

Ein gutes Beispiel, wie sich diese Richtlinien in der Praxis auswirken können, ist die Sozialversicherung des Landes, Segurança Social. Auf deren Webportal kommen laut Pinto Apache Nutch und Apache Solr zum Einsatz. Zur Verhinderung und Aufdeckung von Betrugsfällen setzt die Segurança Social Apache-Komponenten wie Spark, Hadoop und Kafka ein. Die Behörde war damit einer der nominierten Kandidaten für den jährlichen Preis »ESOP Abertura Award«.

In seinem Bericht für das Jahr 2015 bemängelt Pinto die Diskriminierung von Open Source bei öffentlichen Ausschreibungen. Im vergangenen Jahr fielen wieder zahlreiche Ausschreibungen auf, die bestimmte Produkte oder Hersteller vorgaben und damit gegen portugisische und europäische Regeln des Beschaffung verstoßen. Diese Respektlosigkeit gegenüber den grundlegendsten Regeln des Beschaffungswesens in der ITC sei weit verbreitet. Portugal hat hier laut Pinto noch einen weiten Weg vor sich.

Für 2016 will ESOP von der Regierung verbesserte Richtlinien für die Cloud-Dienste der öffentlichen Hand fordern. Es fehlten klare Regeln für die Datensicherheit, den Schutz der Privatsphäre und der Nutzung offener Standards zur Verhinderung und Reduzierung von Anbieterabhängigkeit.

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