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Mo, 18. Januar 2016, 14:14

Software::Desktop::Gnome

Gnome-Projekt definiert Core-Apps neu

Core-Apps bei Gnome sind Anwendungen, die Distributoren zur Aufnahme in Gnome-basierte Veröffentlichungen empfohlen werden.

Mirko Lindner

Wie auf der Release-Team-Liste bei Gnome in letzter Zeit diskutiert, soll die Liste der Core-Apps überarbeitet werden. Neue Anwendungen, die in die Liste der Standard-Anwendungen aufgenommen werden sollen, sind Gedit, Cheese oder der Gnome Color Manager. Zudem wird in einer Designvorlage im Wiki ausgearbeitet, was Core-Apps definiert.

Die Definition einer Core-App beinhaltet unter anderem ein Design, das eine zusammenhängende Suite suggeriert sowie Zusammenarbeit der Apps untereinander. Ein wichtiger Punkt ist zudem die generische Benennung, wie wir es unter anderem bereits von Apps wie Daten, Musik, Video oder Software kennen. Voraussetzung zur Aufnahme als Core-App ist, das im Desktop-File ein generischer Name steht. Bei bereits bestehenden Anwendungen darf dagegen im »about«-Dialog auch der ursprüngliche Name stehen.

Kürzlich als Core-App aufgenommen wurde die Webcam-Anwendung Cheese. Die Begründung hierfür ist, dass die Anwendungen Gnome-Control-Center, Gnome-Initial-Setup und Gnome-Contacts Cheese benötigen. Da die Empfehlung an Distributoren lautet, nur Core-Apps vorzuinstallieren, rückt Cheese damit in diese Riege auf. Wie Michael Catanzaro in der Ankündigung schreibt, entging Cheese nur knapp einer Umbenennung. Das mit dem Wort Cheese für Fotos erzeugte Lächeln sei im Endeffekt generisch genug. »Photo Booth« oder »Webcam« wären ansonsten akzeptable Namen gewesen.

Gleiches wird dem Gnome Color Manager widerfahren, der vom Gnome-Control-Center empfohlen wird. Damit wird eine für den Anwender nicht sichtbare Anwendung zur Core-App. Um die Voraussetzungen zu erfüllen, muss der Eintrag in der Appdata-Datei entfernt werden, damit die App nicht im Modul Software auftaucht und dort entfernt werden kann.

Michael Catanzaro hat sich zudem an die Entwickler von Gedit gewandt und mitgeteilt, dass der Editor als Core-App im Gespräch ist. Auch hier ergeht die Bitte einer generischen Benennung der Anwendung. Catanzaro schlägt hier »Text Editor« vor. Grund für die Aufnahme ist hier vornehmlich, dass Distributoren Gedit meist sowieso mit ausliefern.

Erste Früchte der Umbauarbeiten, die noch weitere Anwendungen betreffen werden, könnten bereits mit Gnome 3.20 sichtbar werden, das im Frühjahr erwartet wird.

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