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Do, 28. Januar 2016, 09:52

Software::Distributionen::Tails

Anonymisierungs-Distribution Tails 2.0 wechselt zu Gnome Shell

Tails (The Amnesic Incognito Live System) ist in Version 2.0 erschienen und bringt als Dektopoberfläche eine Gnome-Shell im Classic-Modus mit.

Tails

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Die Anonymisierungs-Distribution Tails 2.0 basiert auf Debian 8 »Jessie« und will es den Anwendern ermöglichen, sich möglichst unerkannt im Internet zu bewegen. Dabei wird der Datenverkehr über das Tor-Netzwerk geleitet und Daten auf externen Datenträgern werden verschlüsselt. Das Tor-Netzwerk trägt auch einen Großteil der Kosten für das Projekt, was Tails zu einem Vorzeigeprojekt für Tor macht. Tails ist als Live-CD oder Live-USB-Stick konzipiert und hinterlässt keinerlei Spuren. Es finden im Live-Modus keine Zugriffe auf lokale Festplatten statt, der Hauptspeicher wird beim Beenden gelöscht und Daten werden nur verschlüsselt gespeichert. Tails bringt allerdings auch einen Installer mit, der das System auf die Festplatte bannt. Somit eignet sich Tails für Personen, die gesteigerten Wert auf ihre Privatsphäre legen ebenso wie für Dissidenten in Ländern mit repressiven Regimen oder etwa Journalisten und Reporter.

Tails 2.0 aktualisiert neben Debian als Grundlage auch eine Menge weiterer Anwendungen. Die Aktualisierung auf Debian 8 bringt erstmalig die Integration von Systemd in Tails mit sich. Tails nutzt Systemd als Init-System und um viele Dienste in einer Sandbox laufen zu lassen und somit sicherer gegen Angriffe zu machen. Zudem ersetzt Systemd viele eigene Skripte der Distribution.

Der Tor-Browser wird in Version 5.5 mitgeliefert und basiert auf Firefox 38.6.0 ESR, die meisten Gnome-Anwendungen wurden von Version 3.4 auf 3.14 angehoben. LibreOffice 4.3 steht für Büroarbeiten bereit, Icedove ersetzt Claws als E-Mail-Client. Nutzer werden künftig gewarnt, wenn Tails in einer unfreien Virtualisierungssoftware läuft.

Für Tails 2.0 wurden viele Fehler korrigiert. So wurde die Unterstützung für HiDPI-Displays verbessert, Videos können auf das DVD-Laufwerk zugreifen, Vidalia wird nun wieder beendet, bevor Tor-Browser startet. Vorübergehend entfernt wurde der Windows-Tarn-Modus, der an öffentlichen Orten mit einer nachempfundenen Windows-Oberfläche verschleiern konnte, dass gerade Tails benutzt wird. Dieser Modus funktioniert derzeit nicht mit Gnome 3, zur Lösung des Problems sucht das Team noch Hilfe.

Das rund 1,1 GByte umfassende Abbild von Tails 2.0 kann von der Projektseite heruntergeladen werden.

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