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Di, 2. Februar 2016, 11:39

Software::Netzwerk

Java-Anwendungsserver: WildFly 10 freigegeben

Der Java-Anwendungsserver WildFly ist in Version 10 erschienen. Die neue Version ist nur noch für Java 8 und 9 ausgelegt und kann unter anderem JavaScript-Code im Server ausführen.

Red Hat

WildFly ist ein freier in Java geschriebener Webserver, der Java-Programme ausführt. Das WildFly-Projekt ging aus dem etablierten Java-Anwendungsserver JBoss hervor. Der Name JBoss ist nun für das kommerzielle Angebot von Red Hat reserviert, das auf WildFly aufbaut. Daher ist WildFly zwar ein offenes Projekt, an dem alle Interessierten mitwirken können, faktisch leisten Entwickler von Red Hat jedoch große, wenn nicht gar die maßgeblichen Beiträge.

Wildfly 10 ist wie sein Vorgänger eine zertifizierte Implementation von Java EE 7. Java EE 7 ist allerdings weitgehend lediglich eine Spezifikation, die auch mit neueren Java-Versionen genutzt werden kann. Daher ist Wildfly 10 nur noch für Java 8 und Java 9 ausgelegt und unterstützt Java 7 nicht mehr. Damit soll eine bessere Integration der Java 8-Laufzeitumgebung erzielt werden. Testversionen des noch nicht erschienenen Java 9 werden ebenfalls unterstützt.

Viele weitere Neuerungen wurden in die neue Version eingebaut. So wird nun ActiveMQ Artemis, der Nachfolger von HornetQ, als JMS-kompatibler Message-Broker verwendet. Der eingebaute Webserver Undertow kann jetzt JavaScript ausführen, wobei der JavaScript-Code auf Java-Objekte zugreifen kann. JavaScript-Dateien können im laufenden Betrieb geändert werden und werden automatisch neu geladen.

Eine Anwendung kann nun als »Singleton« geladen werden, womit eine Funktionalität des JBoss Advanced Servers wieder implementiert wurde. Eine »Singleton«-Anwendung, die auf einen hochverfügbaren Cluster geladen wird, wird nur auf einem der Knoten ausgeführt, aber automatisch auf einem anderen neu gestartet, wenn dieser ausfallen sollte. Auch die Abarbeitung von Nachrichten kann in einem Cluster nun besser kontrolliert werden. Man kann nun festlegen, dass nur eine Instanz einer Anwendung bestimmte Nachrichten verarbeitet. Erst bei einem Ausfall dieser Instanz werden die Nachrichten zu einer anderen Instanz geleitet.

Stateless Session Beans werden nun in einem Pool gehalten, dessen Größe automatisch bestimmt wird. Ähnliches gilt für die Nachrichten. Die Interaktion zwischen Subsystemen kann nun flexibler definiert werden. Dadurch können Subsysteme Abhängigkeiten besitzen, die von mehr als einem anderen Subsystem erfüllt werden können. Auch die Meldung von Fehlern soll sich durch die Änderung verbessern.

Das Hibernate-Subsystem wurde auf Version 5 gebracht, das einige weitere Verbesserungen bringt. Unter anderem verbessert es den Bytecode und erhöht damit die Geschwindigkeit. Ferner wurden die Programmierschnittstellen und die Werkzeuge für Schema-Updates und Validierung verbessert.

Beim Aktualisieren auf WildFly 10 können veraltete Subsysteme automatisch auf neuere migriert werden. Viele weitere Details kann man der Ankündigung entnehmen.

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