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Mi, 24. Februar 2016, 10:09

Software::Systemverwaltung

EU verteilt Forschungsgelder an Open-Source-Projekte

Der Europäische Forschungsrat (ERC) stattet vier Open-Source-Forschungsprojekte mit Forschungsgeldern aus.

EU

Die Projekte in Deutschland, Frankreich und Österreich erhielten jeweils knapp zwei Millionen Euro aus dem Topf der Consolidator Grants des ERC. Alle vier Projekte sollen der Verbesserung der Sicherheit und der weiteren Erforschung von Kryptografiemethoden dienen, wie Joinup jetzt berichtet.

Das geförderte deutsche Projekt ist an den Max Planck Instituten in Saarbrücken und Kaiserslautern angesiedelt und nimmt eine Code-Durchsicht der Programmiersprache Rust vor, die unter anderem für Mozillas experimentelle Browser-Engine Servo eingesetzt wird. Dabei soll die Sprache systematisch auf Programmierfehler abgeklopft werden. In Saarbrücken leitet der Forscher Derek Dreyer vom Max-Planck-Institut für Softwaresysteme die Gruppe »Grundlagen der Programmierung« und lehrt an der Universität des Saarlandes Informatik. Seine Vision ist eine Programmiersprache, bei der fehlerhaftes Entwickeln unmöglich ist.

Ein ebenfalls mit Forschungsgeldern ausgestattetes Projekt in Frankreich läuft unter dem Titel »Programming Securely with Cryptography« und ist am INRIA beheimatet, Frankreichs nationalem Computer-Forschungsinstitut. Das als »Prosecco Project« abgekürzte Vorhaben dreht sich um eine verifizierte Open-Source-Implementation des TLS-Protokolls namens miTLS sowie um die Programmiersprache F*, die präzise und kompakte Spezifikationen für sichere Programme erlaubt. Forschungsleiter Karthik Bhargavan geht es um das Design sicherer kryptografischer Prozesse, die auch den Sicherheitskern von Webbrowsern einschließen.

Die beiden weiteren geförderten Projekte stammen aus Österreich. Professor Stefan Mangards Forschungsprojekt »Securing Software against Physical Attacks« (SOPHIA) an der Technischen Universität Graz widmet sich der Sicherung von Computersystemen und Softwareanwendungen gegen Attacken, die physikalische Eigenschaften der zugrunde liegenden Hardware ausnutzen.

Der vierte Empfänger von Forschungsgeldern ist das Computerforschungszentrum IST Austria außerhalb von Wien. Krzysztof Pietrzak forscht dort an der Entwicklung von Techniken, um populäre kryptografische Protokolle und Schemata zu überprüfen und zu erweitern, anstatt neue kryptografische Methoden zu entwickeln.

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