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Do, 25. Februar 2016, 13:26

Software::Systemverwaltung

Fraunhofer-Institut veröffentlicht BeeGFS-Quellcode

Das parallele Dateisystem BeeGFS wird freie Software. BeeGFS wird seit mehreren Jahren von der ThinkParQ GmbH, einer Ausgliederung des Fraunhofer-Instituts für Techno-und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern, für performanzkritische Umgebungen entwickelt. BeeGFS soll einfach zu installieren und sehr flexibel sein und sich auch für Anwendungen eignen, in denen Storagesysteme rechenintensive Aufträge verarbeiten.

Das ITWM hatte schon 2013 auf der International Supercomputing Conference angekündigt, die Quellen für BeeGFS zu veröffentlichen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des Europäischen Exascale-Projekts DEEP-ER, in dem neue Ansätze für extreme I/O-Anforderungen erdacht und umgesetzt werden. »Während viele unserer Anwender damit zufrieden sind, dass BeeGFS einfach zu installieren ist und nicht viel Aufmerksamkeit benötigt, möchten andere wirklich genau verstehen, das unter der Haube abläuft, um die Laufzeit ihrer Anwendungen weiter zu optimieren, das Monitoring zu verbessern oder BeeGFS auf andere Plattformen wie BSD zu portieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Gemeinschaft darauf wartet, dass es möglich wird, BeeGFS für Non-X86-Architekturen wie ARM oder Power zu bauen.« so Sven Breuner, der Geschäftsführer von ThinkParQ.

Das BeeGFS-Team beteiligt sich bereits an ExaNeSt, einem europäischen Exascale-Projekt, das speziell darauf ausgerichtet ist, das ARM-Ökosystem für performanzkritische Auslastungen zu nutzen. »Obwohl BeeGFS bereits heute sofort auf ARM-Systemen einsatzfähig ist, ermöglicht uns das Projekt sicherzustellen, auch auf dieser Architektur beste Ergebnisse liefern zu können«, meint Bernd Lietzow, der BeeGFS-Leiter für ExaNeSt.

BeeGFS-Clients kommunizieren via TCP/IP oder Infiniband mit dem Speichersystem (NAS). BeeGFS besteht aus Metadaten und Objektdaten. Objektdaten sind die eigentlichen Daten des Nutzers, in den Metadaten sind Zugriffsberechtigungen, Dateigrößen und die Server hinterlegt, auf denen die Teile einer Datei zu finden sind. Sowohl die Anzahl der ObjectStorageServer auch die der MetaDataServer ist skalierbar. Darüber hinaus gibt es noch einen ManagementServer, der dafür verantwortlich ist, dass alle an BeeGFS beteiligten Prozesse untereinander kommunizieren können.

BeeGFS funktioniert mit den gängigen POSIX-kompatiblen Dateisystemen wie Ext4 oder Xfs und läuft auf Red Hat Enterprise Linux, SuSE Linux Enterprise Server und Debian sowie deren Derivaten. BeeGFS fällt mit ca. 25.000 Codezeilen für den Metadaten-Service und 15.000 Zeilen für den Storage-Service recht kompakt aus. Das Quellcode-Archiv ist auf der BeeGFS-Projektwebseite erhältlich, allerdings noch unter der BeeGFS-EULA.

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