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Mo, 29. Februar 2016, 09:27

Software::Distributionen::Mandriva

OpenMandriva macht sich von ROSA unabhängig

Das OpenMandriva-Projekt betreibt jetzt unabhängige Build-Server und ist damit komplett eigenständig. Auch eine Server-Distribution ist in Arbeit.

Projektverwaltung in der OpenMandriva ABF

OpenMandriva

Projektverwaltung in der OpenMandriva ABF

OpenMandriva ist einer der Nachfolger der Mandriva-Distribution, nach Ansicht ihrer Entwickler der offizielle. Daneben existieren noch Mageia und ROSA Lab aus Russland, zuletzt einer der Hauptinvestoren von Mandriva.

ROSA Lab war es auch, das bisher die Infrastruktur zum Bauen von OpenMandriva bereitstellte. Doch OpenMandriva hat sich nun davon gelöst und eine eigene Infrastruktur erstellt, die OpenMandriva Automated Build Farm (ABF). ABF will etwas mehr sein als nur eine Build-Farm. Es vereinigt in sich die Projektverwaltung, Git-Hosting und Erstellung von Binärpaketen und ähnelt damit eher dem Open Build Service von Opensuse oder Launchpad von Canonical. Es beruht auf Ruby und Docker.

Wie einem Blog-Eintrag zu entnehmen ist, hat das Projekt seine eigene Server-Variante der Distribution geschaffen, auf der die ABF nun läuft. Einzelheiten zu der Server-Distribution sind noch nicht veröffentlicht.

Nun braucht das Projekt nur noch neue Mitarbeiter, damit es wieder an Fahrt aufnehmen und den bereits überfälligen Nachfolger von OpenMandriva Lx 2014 fertigstellen kann. Lx 2014 war vor acht Monaten letztmals aktualisiert worden. OpenMandriva Lx 3 (2015.x) soll radikal anders werden, ist aber nach wie vor in Arbeit. Rechtzeitig zur FOSDEM-Konferenz gab es immerhin eine Betaversion. In OpenMandriva Lx 3 wird erstmals UEFI zum Booten unterstützt. Die Installation wird von dem neuen Installationsprogramm Calamares übernommen.

Fotostrecke: 4 Bilder

Projektverwaltung in der OpenMandriva ABF
Buildserver-Status in der OpenMandriva ABF
Git-Hosting in der OpenMandriva ABF
Verwaltung von Paket-Repositorien in der OpenMandriva ABF
Clang dient als Standard-C-Compiler und wurde verwendet, um die gesamte Distribution zu erstellen, was nach Ansicht der Entwickler die Geschwindigkeit steigern und den Speicherbedarf verringern soll. Der Kernel ist um die nrjQL-Patches erweitert. Der NRJ-Modus fügt vollständige Präemption für CPUs und den RCU-Mechanismus hinzu, während der QL-Modus Patches wie den Scheduler BFS, den I/O-Scheduler BFQ, die Speicherverwaltung UKSM und TOI für Suspend und Hibernation enthält. Alle zusammen sollen, wie schon in der Vorversion, vor allem Desktop-Systeme schneller machen und ihnen zu kürzeren Reaktionszeiten bis hin zu Echtzeitfähigkeiten für Multimedia verhelfen.

Cross-Compilierung und Virtualisierung werden mit Docker und systemd-nspawn unterstützt. Als Desktops werden überwiegend Qt5-basierte Lösungen unterstützt, darunter Plasma 5, LxQt, Hawaiios und Papyros. Wayland soll vollständig unterstützt werden.

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