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Di, 15. März 2016, 10:43

Software::Browser

Mozillas Browser-Engine Servo als Testversion im Juni

Mozillas Layout-Engine »Servo« soll im Juni mit einem darauf basierenden Browser erscheinen. Der Browser kann erst wenige Seiten korrekt darstellen, soll aber die Möglichkeiten von Servo aufzeigen.

Architektur von Servo

Mozilla

Architektur von Servo

Mozilla und Samsung beschlossen 2012, die Layout-Engine Servo für Webbrowser zu entwickeln. Dabei stand im Vordergrund, die Geschwindigkeit von Browsern durch Ausnutzung der Mehrkern-Architektur moderner CPUs - nicht zuletzt auch bei Smartphones - zu erhöhen. Die Entwicklung findet im Gegensatz zu der derzeit benutzten, in C++ realisierten Engine Gecko in der Programmiersprache Rust statt, die Mozilla seit einigen Jahren entwickelt. Dabei macht es Rust neben erhöhter Sicherheit und verringerter Fehleranfälligkeit einfacher, parallele, voneinander isolierte Tasks zu erstellen. Wurden bisher lediglich etwa WebGL oder die Web Worker in JavaScript parallel ausgeführt, will Servo das auch für HTML und CSS leisten.

Auf der Fosdem 2015 stellte ein Mozilla-Entwickler eine Alphaversion von Servo vor. Die Engine konnte Wikipedia-Seiten rendern und auch nicht viel mehr. Entwickler Josh Matthews erklärte, Mozilla betrachte Servo immer noch als Experiment mit einer symbiotischen Beziehung zu Rust. Um schnelle Fortschritte zu erzielen, sei das Team zu klein und man sei auf Hilfe von außen angewiesen, um noch fehlende Elemente wie Unterstützung für Cookies, animierte Gif-Dateien oder CSS3-Layouts zu implementieren. Wirkliche Probleme sah Matthews nicht, es brauche einfach Zeit.

Ein weiterer Meilenstein soll nun die erste Version eines Servo-Browsers im Juni sein. Immer noch fehlen viele Webstandards. Die noch sehr einfache Oberfläche des Browsers ist dabei komplett mit Webtechnologien erstellt. Für die Veröffentlichung hat sich das Team auf das korrekte Rendern der Webseiten Github, Reddit, Hacker News sowie DuckDuckGo konzentriert.

Die weitere Roadmap für 2016 und darüber hinaus erwähnt zudem die Integration einer Komponente von Servo in Nightly-Ausgaben von Firefox. So wird auch die gesamte Umstellung auf Servo nicht auf einen Schlag, sondern inkrementell stattfinden. Ob ein eigener Servo-Browser, etwa für Android, Chancen hat, soll ebenfalls 2016 weiter erforscht werden.

Update: 17.03, 16:00 Die Mozilla-Pressestelle hat uns mitgeteilt, dass im Juni eine Tech Demo von Servo präsentiert werden soll, keine Alpha- oder Beta-Version. Hierrüber kam es bei der Kommunikation seitens der Pressestelle zu einem Missverständnis.

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