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Do, 17. März 2016, 13:42

Software::Kernel

Linux 2.6.32 letztmals aktualisiert

Willy Tarreau hat die letzte Aktualisierung des alten Linux-Kernels 2.6.32 herausgegeben. Sie bringt nochmals einige Korrekturen, aber die Anwender sollten in naher Zukunft zu einer neueren Version wechseln.

Larry Ewing

Mit Linux 2.6.32.71 ist nun nach mehr als sechs Jahren die Unterstützung von Linux 2.6.32 beendet. Die letzten verbliebenen Anwender sollten baldmöglichst zu einer neueren Kernel-Version wechseln, beispielsweise auf das ebenfalls schon alte Linux 3.2, das aber immer noch zwei Jahre lang Unterstützung erfahren wird, unter anderem durch das Debian-LTS-Projekt für Debian 7 »Wheezy«. Nur wer sich noch nicht für einen neuen Kernel entscheiden konnte, sollte sich laut Tarreau noch die Mühe machen, Linux 2.6.32.71 zu installieren.

Linux 2.6.32 war im Dezember 2009 erschienen und brachte den Anwendern unter anderem das Timechart-Tool, Grundlagen für eine verbesserte Energieverwaltung, das Dateisystem devtmpfs, Geschwindigkeitsoptimierungen und, wie immer, erweiterte Hardware-Unterstützung. Der Kernel wurde von mehreren Distributionen eingesetzt und wurde insbesondere im Rahmen der langfristigen Unterstützung von Debian 6 am Leben erhalten. Willy Tarreau übernahm irgendwann die Betreuung dieser Kernel-Version. Nachdem nun aber die Lebensdauer von Debian 6 abgelaufen ist, dürfte es kaum noch Anwender von Linux 2.6.32 geben.

Während die meisten, im Schnitt alle neun Wochen erscheinenden Kernel-Versionen nur etwa drei Monate lang aktualisiert werden, erfahren ausgewählte Kernel-Versionen längerfristige Unterstützung. Die neueste langfristig unterstützte Version ist Linux 4.4, das unter anderem für den Einsatz in der Industrie und der Unterhaltungselektronik zwei Jahre lang gewartet werden soll. Andere Kernel werden von verschiedenen Linux-Distributoren gepflegt, wobei die Zeitspannen bei Red Hat und Suse bis zu 13 Jahre betragen können. Den Status aller unterstützten Kernel (ohne die Distributions-Kernel allerdings) kann man auf der »Linux-Homepage« kernel.org sehen.

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