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Di, 22. März 2016, 08:05

Software::Spiele

Spielevertriebsplattform »Desura« nicht mehr erreichbar

Nachdem die Mutterfirma der Spielevertriebsplattform Desura, Bad Juju, Mitte des vergangenen Jahres Insolvenz anmeldete, ist die Plattform seit dem Wochenende nicht mehr erreichbar. Nutzer von Desura gehen deshalb davon aus, dass die Plattform endgültig abgeschaltet wurde.

Desura unter Linux

Mirko Lindner

Desura unter Linux

Desura ist eine Internet-Vertriebsplattform für DRM-freie Computerspiele, die seit dem Jahr 2011 auch Linux-Anwendern zur Nutzung bereitsteht. Die Plattform ermöglicht den Erwerb von Spielen und stellt eine Kommunikationsschnittstelle zwischen den Nutzern dar. So können Anwender angebotene Spiele bewerten, aktuelle Versionen herunterladen, sich über Probleme austauschen oder mittels der Social-Networking-Funktionen einfach nur in Kontakt treten. Der Fokus der angebotenen Spiele liegt dabei auf Independent-Schmieden, wobei Desura selbst im Quellcode verfügbar ist.

Nachdem Desura ursprünglich von DesuraNET entwickelt wurde, wurde die Plattform Mitte 2013 von Linden Lab, Betreiber der virtuellen Welt »Second Life«, übernommen. Anfang November 2014 wurde bekannt, dass das kalifornische Unternehmen »Bad Juju Games« die Plattform akquiriert hat. Doch bereits Anfang des vergangenen Jahres kursierten Gerüchte über finanzielle Nöte bei Desura. Mitte des vergangenen Jahres meldete »Bad Juju Games« Insolvenz an.

Fortan glich Desura einem Geisterschiff. Zwar verblieben viele der Titel bei der Plattform, doch erhöhten manche Hersteller derart ihre Preise, dass sich Spielekäufe nicht mehr lohnten. Auch neue Titel hielten immer seltener Einzug auf die Plattform. Der vorläufige, und für viele Nutzer auch der finale Höhepunkt ist nun die Nichterreichbarkeit der Plattform seit dem Wochenende. Eine Stellungnahme seitens des Betreibers gibt es nicht, weshalb es kaum jemanden verwundert, dass die meisten Anwender von einem Exitus der Plattform ausgehen.

Spieler, die ihre Titel bereits heruntergeladen haben, erleiden durch die Einstellung keinen unmittelbaren Schaden. Da Desura sich auf den Vertrieb von DRM-freien Spielen spezialisierte, sind die Titel in der Regel auch nach der Einstellung voll funktionsfähig. Schwieriger wird es bei Personen, die die letztjährigen Warnungen nicht ernst genommen haben und ihre Schlüssel nicht einlösten oder ihre Software nicht heruntergeladen haben. Sie müssen nun auf eine Kulanz seitens der Hersteller oder auf eine Wiederaufnahme des Betriebs hoffen.

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