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Mi, 30. März 2016, 08:10

Software::UNIX

Gzip 1.7 freigegeben

Knapp drei Jahre nach der letzten stabilen Version wurde gzip in einer neuen Hauptversion veröffentlicht. Neu in der aktuellen Version 1.7 des GNU-Standardwerkzeugs sind unter anderem die Optionen »--synchronous« und »--rsyncable«.

Victor Siame

Gzip (»GNU zip«) stellt ein freies Kompressionsprogramm dar, das einen guten Kompressionsgrad sowie Patentfreiheit anbietet und für eine Reihe von Plattformen verfügbar ist. Es wurde ursprünglich von Jean-Loup Gailly entwickelt, um das unter Unix eingesetzte compress zu ersetzen. Compress selbst, als Teil des POSIX-Standards, nutzte den adaptiven Lempel-Ziv-Algorithmus (LZW), der bis ins Jahr 2004 durch diverse Patente geschützt war. Das GNU-Projekt setzte deshalb recht früh auf gzip als Ersatz. Grund hierfür war unter anderem, dass gzip die mit compress erzeugten Dateien problemlos lesen und entpacken kann.

Knapp drei Jahre nach der letzten stabilen Version haben die Entwickler das Werkzeug am Ostermontag in einer neuen Version herausgegeben. Gzip 1.7 korrigiert diverse kleinere Fehler und führt zwei neue Optionen ein. So erlaubt die Option »--synchronous« das synchrone Schreiben von Informationen, was unter anderem die Konsistenz der Daten bei einem Systemabsturz besser schützen soll. Der Nachteil der neuen Funktionalität ist allerdings ihre verringerte Geschwindigkeit, weshalb »--synchronous« standardmäßig nicht eingeschaltet wurde. Neu in der Version 1.7 ist zudem die Option »--rsyncable«, die eine besseres Zusammenspiel mit »rsync« auf Kosten einer erhöhten Größe der Archive ermöglicht. Weitere Neuerungen umfassen Anpassungen an die neueste Version der gnulib sowie Code-Bereinigung.

Eine Liste aller Änderungen der neuen Version kann dem Git-Log entnommen werden. Gzip 1.7 kann vom Server des Projektes heruntergeladen werden.

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