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Mi, 30. März 2016, 14:28

Software::Entwicklung

KDE stellt Kirigami-Oberfläche für Anwendungen vor

Kirigami ist eine Sammlung von GUI-Komponenten, die die Qt Quick Controls um viele weitere Elemente erweitert. Sie ist in erster Linie für Apps auf Mobilgeräten, aber auch für konvergente Anwendungen, die ihre Oberfläche an die Umgebung anpassen, gedacht.

Kirigami-Oberfläche in Subsurface Mobile

KDE

Kirigami-Oberfläche in Subsurface Mobile

Die aktuelle Version der KDE-Frameworks-Bibliotheken bietet Entwicklern viele Oberflächenelemente, die von KDE-Anwendungen benötigt werden und über den Funktionsumfang von Qt hinausgehen. Da die KDE Frameworks als Qt-Erweiterungen implementiert wurden, stehen sie allen Entwicklern auch unabhängig von KDE auf allen unterstützten Plattformen zur Verfügung.

Da sich auch bei KDE der Fokus hin zu mobilen und eingebetteten Rechnern hin verlagert, genügen die bisherigen, auf QWidgets beruhenden Komponenten nicht mehr. Unter anderem ist die perfekte Unterstützung von Touch-Oberflächen gefordert. Um diesen Anforderungen zu genügen, hat KDE jetzt das Kirigami-Framework entwickelt, das auf den Qt Quick Controls beruht.

Kirigami ist laut KDE nicht nur eine Sammlung von Komponenten, sondern auch eine Entwurfsphilosophie, die genau definiert, wie die Oberfläche aussehen sollte, damit intuitive und konsistente Apps dabei herauskommen. Dazu wurde eine Reihe von Konzepten erarbeitet. Aktionen sind in zwei Schubern und zusätzlich durch Buttons oder Wischbewegungen verfügbar. Aktionen und Optionen werden in globale und kontextbezogene aufgeteilt, die in zwei verschiedenen Schubern an den entgegengesetzten vertikalen Bildschirmrändern zu finden sind. An die Stelle von Bestätigungsdialogen sollen nichtinvasive Popups treten, die es ermöglichen, eine Aktion rückgängig zu machen.

Der Inhalt der Apps wird in Seiten organisiert, die man mit horizontalen Wischbewegungen erreichen kann. Die Komponenten für Smartphones sind dafür optimiert, um viele Aktionen mit einer Hand erledigen zu können. Kirigami zielt aber nicht nur auf Smartphones ab, sondern auch auf Programme, die ihre Oberfläche an die verfügbaren Ein- und Ausgabegeräte anpassen können, sogenannte konvergente Anwendungen. Wenn beispielsweise ein Gerät an eine Docking Station angeschlossen wird, steht ein größeres Display zur Verfügung, und man wechselt zu Tastatur- statt Touch-Eingaben. Die Oberfläche von Kirigami-Anwendungen soll sich dem ohne Neustart nahtlos anpassen.

Die erste echte Anwendung, die auf Kirigami umgestellt wurde, ist Subsurface-Mobile, die bereits für Android veröffentlicht wurde. Subsurface ist ein Programm für Hobbytaucher, das wesentlich von Dirk Hohndel und Linus Torvalds mitentwickelt wurde.

Kirigami wird erst in etwas einem Monat offiziell freigegeben. Die erste Version wird eine eigenständige Veröffentlichung sein, später soll Kirigami in die KDE Frameworks integriert werden. Die Komponenten von Kirigami hängen lediglich von Qt, aber sonst von keinen weiteren Bibliotheken ab.

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