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Mi, 20. April 2016, 10:33

Software::Datenbanken

Firebird 3.0 freigegeben

Das Firebird-Projekt hat die Version 3.0 der SQL-Datenbank Firebird freigegeben, die mit höherer Leistung, IPv6-Unterstützung und zahlreichen Erweiterungen glänzt.

Firebird

Firebird ist eine freie relationale Datenbank mit vielen ANSI-SQL-Features für Linux, kommerzielle Unix-Systeme und Windows, die von Freiwilligen aus dem von Borland freigegebenen Interbase 6 entwickelt wurde. Die neue Version bringt zahlreiche Änderungen und Verbesserungen.

In den mehr als fünfeinhalb Jahren seit Firebird 2.5 haben die Entwickler eine Menge Arbeit geleistet. Dadurch wird Firebird 3.0 zur Veröffentlichung mit der umfassendsten Überarbeitung in der Geschichte des Projekts. Schon Version 2.5 brachte eine bessere Skalierbarkeit, so dass mehrere Threads, verteilt auf die verfügbaren Prozessoren des Rechners, parallel arbeiten und so die Hardware besser auslasten konnten. Zugleich wurde die Datenbank damit auf leistungsstärkere Hardware skalierbar. In Firebird 3.0 wurde diese Skalierbarkeit weiter verbessert. So besitzt die Engine jetzt echte SMP-Unterstützung, arbeitet mit vielen Threads und Caching gemeinsam genutzter Speicherseiten und soll damit bedeutend schneller laufen als zuvor. Trotzdem soll sie weiterhin kompakt und speichersparend sein.

Die Datenbank erhielt eine neue objektorientierte C++-Programmierschnittstelle, mit der man Plugins für die Engine schreiben kann. Die Konfiguration individueller Datenbanken wanderte von der Datei aliases.conf nach databases.conf. Die Maximalwerte für Transaktions-IDs und andere IDs, Cache- und Datenbank-Größe wurden erhöht. Es kann nun mehrere »Sicherheits-Datenbanken« geben, in denen die Zugriffsrechte der Benutzer gespeichert sind. Für deren Verwaltung wurden neue SQL-Anweisungen geschaffen.

Neu sind auch die Datentypen BOOLEAN und IDENTITY. In SQL kann man den Code nun in Pakete strukturieren. Trigger können nun auch für Änderungen des Datenbankschemas gesetzt werden. Zusätzliche Erweiterungen von SQL umfassen analytische und statistische Funktionen. Cursors erlauben nun auch die Navigation rückwärts, nicht nur vorwärts. Die SQL 2008-Konstrukte offset und fetch kamen ebenfalls hinzu.

Nicht zuletzt ist Firebird 3.0 auf Server- und Client-Seite jetzt auch IPv6-fähig. Die in Firebird 2.5.4 eingeführte Online-Validierung wurde auch in Version 3.0 übernommen. Außerdem sind in der ausführlichen Ausgabe von gbak Laufzeitstatistiken verfügbar. Einzelheiten zu den Änderungen sind den umfangreichen Anmerkungen zur Veröffentlichung zu entnehmen.

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