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Fr, 22. April 2016, 16:18

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 16.10 soll »Yakkety Yak« heißen

Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hat sich für »Yakkety Yak« als Name für die nächste Ubuntu-Version entschieden.

Das Yak ist indirekt der Namensgeber von Ubuntu 16.10

Quartl@Wikipedia

Das Yak ist indirekt der Namensgeber von Ubuntu 16.10

Kaum ist Ubuntu 16.04 LTS »Xenial Xerus« aus der Tür, steht bereits die Namensfindung für die nächste Version an. Dieses Recht behält sich Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth traditionell selbst vor. Für die kommende Version hat Shuttleworth nun den Namen »Yakkety Yak« bekannt gegeben. In seinem nur eine Zeile langen Eintrag schrieb er »Y ist für Yakkety Yak - natürlich«. Anders als bei früheren Ausgaben verzichtete er auf jegliche weitere Anmerkungen und Erläuterungen. Doch Zweifel an der Namensgebung sind wohl nicht angebracht, zumindest vermerkt die Übersichtsseite über die Ubuntu-Veröffentlichungen bereits diesen Namen.

Dass Shuttleworth dieses Mal so kurz angebunden ist, könnte daran liegen, dass er selbst noch keine Vorstellung davon hat, was die nächste Veröffentlichung bringen wird. Sie wird zweifellos den neuen Display-Server Mir enthalten - ob dieser dann bereits reif für den produktiven Einsatz anstelle von X ist, ist aber noch nicht absehbar. Selbstredend wird es auch weitere Verbesserungen bei der Virtualisierung, insbesondere was Container angeht, geben. Daneben wird ein großer Teil der in der Distribution enthaltenen Software aktualisiert, was bei manchen Projekten ziemlich genau vorhersehbar ist, da sie im halbjährlichen oder einem anderen festen Rhythmus neue Versionen produzieren.

Sicher ist auch, dass mit der kommenden Version 16.10 ein neuer Entwicklungszyklus beginnt, der mit der Freigabe von Version 18.04 LTS in zwei Jahren endet. Die Veröffentlichung dürfte in den Oktober 2016 fallen, die neun Monate lange Unterstützung wird bereits im Juli 2017 enden.

Bevor die Entwicklung von »Yakkety Yak« startet, steht aber das gestern veröffentlichte Ubuntu 16.04 LTS im Mittelpunkt, das fünf Jahre lang unterstützt wird. Überraschende Neuerungen glänzten dabei durch Abwesenheit, stattdessen wurde der Stabilität Priorität gegeben. Eine folgenschwere Entscheidung leistete sich die Distribution allerdings, indem sie binäre Module des Dateisystems ZFS mitliefert. Nach Auffassung der FSF und ihr nahe stehenden Organisationen stellt das eine Copyright-Verletzung der GPL dar. Zwar ist noch offen, ob jemand dagegen vorgehen wird, aber es könnte Ubuntu durchaus noch einige Probleme bereiten.

Die Namen für Ubuntu gehorchen normalerweise der Regel, ein Adjektiv mit einem Tiernamen zu kombinieren, wobei beide Worte eher ungewöhnlich sind. »Yakkety Yak« stellt davon eine Ausnahme dar, da es sich um einen feststehenden Slang-Ausdruck handelt, der sich mit »Gequassel« übersetzen lässt. Er leitet sich allerdings wohl vom Yak-Rind her. Das Yak selbst ist für die Bewohner des Hochlands von Tibet immer noch unverzichtbar.

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