Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 27. April 2016, 08:08

Software::Grafik

Entwicklung von Shotwell wieder aufgenommen

Knapp ein Jahr nach der letzten Hauptversion des populären Bildbetrachters »Shotwell« ist mit der Version 0.23 die erste unter der Federführung eines neuen Projektleiters erschienen. Die Änderungen der aktuellen Version umfassen neben zahlreichen Fehlerkorrekturen auch diverse neue Funktionen.

Der Bildverwalter Shotwell

opensuse.org

Der Bildverwalter Shotwell

Shotwell ist ein unter Linux-Nutzern recht populärer und komfortabler Bildbetrachter, insbesondere unter Gnome. Er wurde Zeit lang von der Firma Yorba entwickelt, die den Bildbetrachter selbst als »Open Source Photo Manager für Gnome« bezeichnete und in die »Yorba Foundation« überführte. Das Besondere an Shotwell ist, dass das Programm in der Programmiersprache Vala geschrieben ist und mit einer internen Datenbank arbeitet, in der es alle Bilder einschließlich sämtlicher Bearbeitungsschritte speichert und damit ein digitales Archiv aufbaut, ohne dazu die Originale zu verändern. Das Schreiben veränderter Bilder auf die Festplatte erfolgt erst durch den Einsatz der Exportfunktion.

Seit 2014 ist die Entwicklung von Shotwell allerdings ins Stocken geraten. Nachdem sich Yorba auf andere Projekte konzentrierte, haben die Macher von ElementaryOS sich der Anwendung angenommen und das Projekt unter dem Namen »Pantheon-Photos« reanimiert. Mittlerweile hat aber auch die Entwicklung des durch Yorba autorisierten Forks an Fahrt verloren. Mit Jens Georg fand sich allerdings vor knapp zwei Wochen ein neuer Entwickler, der die Entwicklung von Shotwell aufnahm und die Applikation weiterführen will.

Wie Georg nun auf der Liste des Projekts schreibt, steht nach einem Jahr nun eine neue Version bereit. Shotwell 0.23 korrigiert zahlreiche Fehler, darunter auch diverse Abstürze, und behebt eine kritische Unzulänglichkeit bei der Behandlung von TLS-Zertifikaten. Anwender, die Shotwell in Eigenregie von der Seite des Projektes herunter geladen und zum Publizierenden von Bildern genutzt haben, sind deshalb nicht nur zum Update, sondern auch zur Änderung ihrer Passwörter aufgerufen. Nutzer von Distributionspaketen sollten laut Georg dagegen relativ sicher sein, da die wichtigsten Distributoren die Anwendung bereits seit geraumer Zeit gepatcht ausliefern.

Weitere Neuerungen von Shotwell umfassen einen Wechsel auf WebKit2GTK+ 4.0, Verbesserungen bei der Oberfläche und zahlreiche Aufräumarbeiten. Das Makefile kommt beispielsweise ohne »Shell-Magic« daher. Zudem wurde die Dokumentation verbessert und die Übersetzung komplettiert.

Eine Liste aller Änderungen führt die Ankündigung der neuen Version. Shotwell 0.23 kann ab sofort von der Seite des Gnome-Projektes heruntergeladen werden.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 11 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: nicht-destruktive Bildbearbeitung (Barristan, Do, 28. April 2016)
Re: nicht-destruktive Bildbearbeitung (der-don, Do, 28. April 2016)
Re[6]: nicht-destruktive Bildbearbeitung (wurzel, Mi, 27. April 2016)
Re[5]: nicht-destruktive Bildbearbeitung (-,-.,.-,.-,-.,-.,-.,-.,-.,, Mi, 27. April 2016)
Re[4]: nicht-destruktive Bildbearbeitung (wurzel, Mi, 27. April 2016)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung