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Mi, 4. Mai 2016, 08:45

Software::Distributionen

LEDE: Fork von OpenWRT gestartet

Unter dem Namen LEDE haben einzelne OpenWRT-Entwickler ein neues Projekt gestartet. Ziel des neuen Projektes ist es, eine gemeinschaftszentrierte Distribution zu schaffen und die Unzulänglichkeiten der alten Entwicklungsstruktur zu eliminieren.

Mirko Lindner

OpenWRT stellt einen Firmware-Ersatz für verschiedene Wireless-Router bereit. Viele der Router sind bereits ab Werk mit einer Linux-basierten Firmware ausgestattet und lassen sich relativ leicht aktualisieren. Dies gibt Projekten wie OpenWrt die Möglichkeit, die Firmware um interessante Features zu erweitern, die der Hersteller ursprünglich nicht mitgeliefert hat. Die Konfiguration des Systems kann entweder mittels Konsole oder LuCI erfolgen, einer erweiterbaren Weboberfläche, die auf Lua basiert und modular aufgebaut ist. LuCI lässt sich mit dem OpenWRT-Paketmanager »opkg« leicht installieren.

Wie nun einige Mitglieder des Projektes bekannt gaben, wurde mit LEDE ein Alternativprojekt gegründet. Insgesamt haben sich sechs aktive Entwickler oder Mitarbeiter dem neuen Projekt angeschlossen. Laut Aussage der beteiligten Personen verfolgt das neue Projekt ähnliche Ziele wie OpenWRT. So will auch LEDE, das für »Linux Embedded Development Environment« steht, einen flexiblen Firmware-Ersatz für diverse Hardware anbieten. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Transparenz und Zusammenarbeit liegen.

Als Grund für die Abspaltung wird die stetig schwindende Zahl der aktiven OpenWRT-Entwickler genannt und die Tatsache, dass seitens der Projektführung nichts dagegen unternommen wird. Doch auch die fehlende Kommunikation und Transparenz innerhalb von OpenWRT und gegenüber der Gemeinschaft sind dem Team ein Dorn im Auge - genauso wie der fehlende Fokus auf Stabilität. Dementsprechend soll LEDE die bemängelten Unzulänglichkeiten ausmerzen und sich stärker Richtung der Gemeinschaft öffnen. Die Kommunikationskanäle sollen öffentlich sein. Wichtige Entscheidungen plant das Team transparent und offen zu diskutieren und dem Mehrheitsvotum der Entwickler zu unterwerfen.

Weitere Informationen zur Philosophie sowie die weiteren Entwicklungsschritte liefert die Seite des neuen Projektes.

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