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Mo, 9. Mai 2016, 09:42

Gesellschaft::Politik/Recht

Vicenza testet Zorin OS als Ersatz für Microsoft Windows

Die italienische Stadt Vicenza wird testweise auf einigen PCs der Verwaltung Zorin OS anstelle von Windows installieren. Ziel ist die Umstellung von rund 700 Workstations der städtischen Verwaltung.

Mirko Lindner

Die norditalienische Stadt Vicenza hat 115.000 Einwohner und rund 700 Workstations in der städtischen Verwaltung. Die Server dahinter laufen schon seit geraumer Zeit mit Linux. Angeregt durch eine Elterninitiative soll nun Linux in einem Test auf mehreren der Workstations ausprobiert werden.

Im letzten Sommer hatte der Vater eines Schülers einer Grundschule von Vicenza 40 ältere PCs mit Zorin OS ausgestattet, um der Schule die Neuanschaffung von Hardware zu ersparen. Diese PCs laufen zur Zufriedenheit der Schüler und Lehrer und verlängern den Zeitraum bis zur Anschaffung neuer Hardware. So wurde die Idee vom Stadtrat aufgegriffen und die Testphase für die Rechner der Verwaltung wurde letzte Woche in eben dieser Schule öffentlich verkündet. Das veröffentlichte jetzt der Stadtanzeiger. Die Entwickler von Zorin OS wollen der Stadt kostenlose Unterstützung beim Test und einer darauf folgenden Migration leisten.

Die Wahl fiel auf Zorin OS, da es den Umstieg von Windows zu Linux durch ein Windows-ähnliches Verhalten erleichtern möchte. Das Betriebssystem wird in den Varianten »Core«, »Lite« und »Educational« angeboten. Zudem sind die Varianten »Business« und »Ultimate« im Angebot, die jeweils knapp zehn Euro kosten. Zorin OS setzt auf Ubuntu LTS und genießt somit Langzeitunterstützung. Die Entwickler haben an vielen Ecken Möglichkeiten eingebaut, den Desktop an das von Windows gewohnte Bedienkonzept anzupassen.

Diese Möglichkeit hob Filippo Zanetti, der Beauftragte für Vereinfachung und Erneuerung, der das Projekt initiiert hat, besonders hervor, da die 895 Angestellten der Stadt, die an den 700 Workstations arbeiten, ein Durchschnittsalter von über 50 Jahren und nur mittlere bis schlechte IT-Kenntnisse hätten. Die Testphase soll demnächst im Rathaus der Stadt beginnen und von geschulten Mitarbeitern begleitet werden. Verläuft der Test positiv, soll Zorin OS in der Folge langsam weiter verbreitet werden, wobei nicht zwingend alle Workstations migriert werden müssen.

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