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Mo, 9. Mai 2016, 11:36

Gesellschaft::Politik/Recht

Europäisches Patentgericht setzt auf Open Source

Das im Aufbau befindliche Europäische Patentgericht wird zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf Open-Source-Software setzen.

EU

Das seit 2013 im Aufbau befindliche Europäische Patentgericht wird zur Wahrnehmung seiner vielfältigen Aufgaben nach reiflicher Prüfung der Alternativen auf Open-Source-Software setzen. Das berichtete jetzt Joinup. Das Patentgericht wird die Aufgabe haben, Patentansprüche der europäischen Mitgliedsstaaten zu bearbeiten, zu entscheiden und zu verwalten.

Mark Craddock war beim britischen Patentamt UK Intellectual Property Office mit der Aufgabe betraut, neben einer neuen Webseite für das Europäische Patentgericht auch das Fallmanagement sowie eine Plattform zur Zusammenarbeit der beteiligten Nationen zu erstellen. Er kam nach Recherchen bei einigen kommerziellen Anbietern zu der Ansicht, dass die vielfältigen Aufgaben der neuen Behörde am besten mit Open-Source-Software umzusetzen seien.

Bei einer Vergabe des Auftrags an kommerzielle Unternehmen hätte ein sehr großes Budget veranschlagt werden müssen. Zudem hätte die Verwendung proprietärer Software durch die langen Auslieferungszyklen großer Consulting-Unternehmen das Projekt unnötig verzögert. Stattdessen versicherte sich Craddock der Mitarbeit kleiner und mittlerer Open-Source-Unternehmen aus Großbritannien und konnte so das veranschlagte Budget sowie den gesetzten Zeitrahmen zur Fertigstellung sogar noch unterschreiten.

Die Ansprüche an die Software waren hoch. Nicht nur muss das System multilingual die Sprachen der Mitgliedsstaaten bedienen, auch Sicherheit und Vertraulichkeit hatten einen sehr hohen Stellenwert. So wurde eine zentrale private Cloud aufgesetzt, die die Daten in Deutschland hostet. Neben vielen anderen Anwendungen spielen Drupal, Liferay, Alfresco und die Zarafa Collaboration Platform die Hauptrollen bei der Umsetzung des Projekts. Die Verwendung von ausschließlich Open Source beinhaltet die Verwendung offener Standards und unterstützt somit weiter Open Data in Europa.

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