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Di, 10. Mai 2016, 08:09

Software::Distributionen::Mint

Kommendes Linux Mint 18 mit ersten X-Apps, aber ohne Codecs

Die kommende Version 18 von Linux Mint wird nach derzeitigem Stand mit vier X-Apps erscheinen. Multimedia-Codecs werden nicht mehr auf den Medien mitgeliefert. Zuvor erscheint aber eine Betaversion, die im Juni kommen soll.

Der Gründer der Linux-Distribution Linux Mint Clement Lefebvre hat im Blog jetzt mehr Einzelheiten zur kommenden Version 18 bekanntgegeben. Bisher waren bereits einige Punkte bekannt geworden, unter anderem, dass in Mint 18 die Desktops Cinnamon 3.0 und MATE in Version 1.14 enthalten sein werden. Jetzt hat Lefebvre weitere Details vorgestellt und den Juni als Zeitraum für das Erscheinen der Betaversion angekündigt. Einen exakten Terminplan gibt es aber noch nicht.

Eine wichtige Neuerung von Linux Mint 18 hatte Lefebvre bereits im Januar verkündet. Demnach wird die Distribution eigene Standardanwendungen einführen, die von Gnome-Anwendungen abgeleitet wurden und unter dem Namen »X-Apps« laufen. Mit diesen Programmen will Mint Inkompatibilitäten beseitigen, die neuere Gnome-Versionen eingeführt haben, und eine einheitliche Nutzung unter Cinnamon, Mate und teilweise auch Xfce ermöglichen. Nach dem jetzigen Stand erscheinen vier dieser Anwendungen in Mint 18: Der Texteditor xed auf Basis von Pluma, das seinerseits auf GEdit 2.30 aufbaut und auf GTK+ 3 portiert wurde, der Medienplayer xplayer auf Basis von Totem 3.10, der Bildbetrachter xviewer auf Basis von eog und der Dokumentenbetrachter xreader auf Basis von Atril, einem Fork von Evince. Das auf Debian beruhende LMDE 2 »Betsy« hat Cinnamon, Mate und die X-Apps bereits als Update erhalten.

Linux Mint 18 beruht auf Ubuntu 16.04 LTS und wird durch den modernisierten Kernel auf noch mehr Hardware als bisher lauffähig sein. Laut Lefebvre läuft das System auf jeder bisher getesteten Hardware einwandfrei, wobei die meisten früheren Ergänzungen und Workarounds entfallen können. Viele der aktualisierten Programme in Mint 18 sowie die Mint-eigenen wurden an Bildschirme mit hoher Auflösung angepasst.

Fotostrecke: 4 Bilder

Linux Mint 18: Theme Mint-Y mit hellen Titelleisten
Linux Mint 18: Theme Mint-Y mit dunklen Titelleisten
Update-Manager in Linux Mint 18 zeigt verfügbare Kernel-Updates
Neues Sound-Modul in Linux Mint 18
Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Multimedia-Codecs. Bisher lieferte Linux Mint diese mit und installierte sie auch. Da einige der Codecs in manchen Ländern patentrechtlich problematisch sind, gab es zusätzlich Installationsmedien ohne die Codecs beispielsweise für Zeitschriftenbeilagen.

Wie Lefebvre jetzt erklärte, führte das zur Erstellung von 18 ISO-Dateien zu fünf verschiedenen Terminen (Betaversion, Freigabe von Cinnamon- und Mate-ISO, Freigabe der OEM- und NoCodec-ISOs, Upgrade-Pfad und Freigabe der Xfce- und KDE-ISOs). Da dies auf Dauer zuviel Arbeit für das Team ist, identifizierten die Entwickler die OEM- und NoCodec-ISOs als diejenigen Freigaben, welche am wenigsten zur Qualität der Distribution beitragen. Diese sollen künftig entfallen. Da solche ISOs jedoch nach wie vor gebraucht werden, wird die Hauptdistribution um die Multimedia-Codecs erleichtert und die OEM-Installation als Option in die normalen ISOs eingebaut. Künftig müssen die Benutzer also die Codecs aus den Archiven installieren, wie bei vielen anderen Distributionen auch.

Die neuen Icon- und GTK-Themen, an denen die Mint-Entwickler bereits seit einiger Zeit arbeiten, besitzen ein flaches Aussehen und heißen jetzt »Mint-Y«, während das bisherige Theme als »Mint-X« bezeichnet wird. Die neuen Themes sind keine Neuentwicklungen, sondern beruhen auf den vorhandenen »Moka« und »Arc«. Die Screenshots zeigen bereits das neue Theme.

Da die neuen Themes eine starke Abweichung vom bisherigen Aussehen darstellen, wird Linux Mint 18 weiter mit »Mint-X« als Standard-Theme ausgeliefert, so dass es ziemlich exakt wie Mint 17 aussehen wird. »Mint-Y«, das ebenfalls installiert wird, soll nach Angaben von Lefebvre weiter getestet, stabilisiert und verbessert werden, wobei Feedback der Benutzer das endgültige Design beeinflussen wird. »Mint-Y« kann helle oder dunkle Titelleisten haben, und Kontrollelemente können hell, dunkel oder gemischt sein.

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