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Di, 17. Mai 2016, 16:21

Software::Distributionen

ReactOS 0.4.1 freigegeben

Der Windows-Nachbau ReactOS bringt in Version 0.4.1 eine Vielzahl von Korrekturen und kleinere neue Funktionen.

reactos.org

ReactOS ist ein freies Betriebssystem, das den Bestimmungen der GPL unterliegt. Die Ursprünge des Systems liegen in dem Projekt FreeWin95, das jedoch nie richtig in die Gänge kam. 1997 betrat Jason Filby die Bühne und legte den Grundstein für ReactOS, das unter der x86-Architektur lauffähig ist. Der momentane Projektleiter ist Aleksey Bragin.

Das Ziel des Systems ist die Kompatibilität zu Windows: Sowohl Treiber als auch Anwendungen sollen sich direkt verwenden lassen. Dazu kooperieren die Entwickler vor allem mit dem Nachbau des MS Windows-APIs Wine. Spezielle Anwendungen wie den Explorer oder Konfigurationstools schrieb das Team dagegen komplett neu. Der Kernel ist nach Entwicklerangaben weitgehend kompatibel mit NT 5.2, was dem Stand von Windows Server 2003 entspricht. Die Anwendungungs-APIs orientieren sich an denen von Windows NT 6 (Windows Vista).

ReactOS 0.4.1 erfüllt das Versprechen der Entwickler, neue Versionen schneller und regelmäßiger zu veröffentlichen. In Version 0.4.0 vor drei Monaten hatten sie den Grundstein dazu gelegt, was allerdings über ein Jahr Arbeit erforderte, in dem es keine neue Version gab.

Die Neuerungen in ReactOS 0.4.1 sind wegen der kurzen Zeit auch recht gering ausgefallen, auch weil hauptsächlich Fehler der Version 0.4.0 bereinigt wurden. So wurde ein Fehler im Activation Context behoben, der bewirkte, dass manche Anwendungen je nach Version der Bibliothek MSVCRT nicht korrekt funktionierten.

Auf das Dateisystem Btrfs kann nun mit dem WinBtrfs-Treiber lesend und schreibend zugegriffen werden. An der Oberfläche wurden einige Verbesserungen der Benutzbarkeit vorgenommen, so werden nun Icons und Ordneransichten besser dargestellt. Einige mögliche Abstürze beim Anschließen von USB-Geräten wurden behoben und gemeinsame Ordner in virtuellen Maschinen wie VirtualBox und VMware Player können genutzt werden.

Eine Liste aller Änderungen kann dem Änderungslog entnommen werden. Der Download ist in Form einer Installations-CD und einer Live-CD möglich. VM-Images für Qemu, VirtualBox oder VMware sollen Ende der Woche folgen. Der Quellcode steht ebenfalls zur Verfügung.

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