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Fr, 20. Mai 2016, 09:36

Software::Datenbanken

PostgreSQL soll neue Versionsnummerierung erhalten

Die Entwickler der freien objektrelationalen Datenbank PostgreSQL haben einen Vorschlag für ein neues Versionsnummernschema vorgelegt. Die extern sichtbare Nummer soll auf eine einzelne Zahl reduziert werden.

PostgreSQL

Versionsnummern werden bei PostgreSQL aktuell aus drei Zahlen gebildet, die durch Punkte getrennt sind, wie bei vielen anderen Projekten auch. Die ersten beiden Zahlen sind bei PostgreSQL die Hauptversionsnummer, die dritte Zahl zählt die Updates. Hauptversionen bringen neue und erweiterte Funktionalität und bisweilen auch Inkompatibilitäten, während Updates lediglich Fehler korrigieren und möglicherweise Optimierungen vornehmen. So ist die aktuelle Version der Datenbank die 9.5 vom Januar 2016, die letzte Aktualisierung erfolgte erst kürzlich und trägt die Versionsnummer 9.5.3.

Wie Josh Berkus nun berichtet, wollen die Entwickler aus diesem Schema die mittlere Zahl streichen. Die gegen Ende des Jahres kommende Version 9.6 wäre davon noch nicht betroffen. Erst in einem Jahr würde sich das Schema auf die jährlich erscheinenden neuen Versionen von PostgreSQL auswirken. So wäre die 2017 erscheinende Version dann die 10, 2018 wäre Version 11 fällig. Updates würden mit 10.1, 10.2 usw. bezeichnet. Intern würde die sechsstellige Zahl, die die Version repräsentiert, beibehalten, wobei die beiden mittleren Ziffern auf 0 gesetzt würden. So würde weiterhin ein einfacher Zahlenvergleich Auskunft geben, welche Version neuer ist.

Als einen Grund für die Änderung geben die Entwickler an, der alljährlichen Diskussionen müde zu sein, warum ein Update von einer Version zur nächsten trotz der geringen Änderung bei der Versionsnummer eine längere Stillstandszeit der Datenbank, möglicherweise verbunden mit einem Dump und Restore der ganzen Datenbank, erfordert. Die Antwort ist natürlich, dass es sich tatsächlich um eine neue Hauptversion mit zahlreichen Änderungen handelt. Außerdem würde das neue Schema die Frage unnötig machen, nach welchen Kriterien die Nummer an der ersten Stelle erhöht wird. Historisch war das der Fall, wenn ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde. Bei Version 7.0 war es ein sauberer Wiederanlauf nach einem Ausfall, bei 8.0 die Windows-Portierung und bei 9.0 die eingebaute Replikation. Mit zunehmender Reife des Systems werden aber solche Meilensteine kaum noch identifizierbar.

Die PostgreSQL-Entwickler suchen nun nach Feedback, ob technische Gründe wie Skripte und Werkzeuge aus dem Umfeld des Systems die Umstellung verhindern könnten. An Diskussionen über alternative Nummerierungen oder bloßen Meinungen ist das Team noch nicht interessiert. Diese wurden bereits vielfach geführt und kommen bereits jetzt wieder auf.

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Kommentare (Insgesamt: 3 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: dump/restore nervt (Deuteromycete, Sa, 21. Mai 2016)
dump/restore nervt (Christian Wetzel, Fr, 20. Mai 2016)
Versionierung (fanboy, Fr, 20. Mai 2016)
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