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Mi, 1. Juni 2016, 13:03

Software::Grafik

Mesa 12 ermöglicht mehr Spiele unter Linux

Der jetzt freigegebene erste Veröffentlichungskandidat zu Mesa 12.0, der seit drei Monaten als Mesa 11.3 in der Entwicklung war, ermöglicht OpenGL 4.3 für freie Grafiktreiber von AMD, Intel und Nvidia.

Mit der finalen Veröffentlichung der Grafikbibliothek Mesa 12.0.0, deren erster Veröffentlichungskandidat gerade erschienen ist, wird im Juni gerechnet. Wenig später werden erste Distributionen ihren Anwendern die neue Version anbieten und besonders Freunde des Gamings am PC mit besserer 3D-Beschleunigung erfreuen. Die Unterstützung für OpenGL 4.3 wurde bereits in den Open-Source-Treibern i965, Nouveau und Radeon/AMDGPU freigeschaltet. Für Intel ist bei aktuellen GPUs der Baureihen Broadwell und Skylake hier der Sprung besonders groß, da der Treiber bisher lediglich das veraltete OpenGL 3.3 unterstützte. Auf diesen Intel-Plattformen unterstützt Mesa 12.0 künftig auch die 3D-Schnittstelle Vulkan, die bei AMD und Nvidia bereits im März implementiert wurde. Intels Treiber wird dagegen vermutlich als erster Open-Source-Treiber bald auch OpenGL 4.5 unterstützen.

Auch beim Nouveau/NVC0-Treiber gibt es Einschränkungen, was den OpenGL-4.3-Unterstützung angeht. So werden Nvidias Plattformen Fermi (GeForce 400, GeForce 500) und Kepler (GeForce 600, GeForce 700, GeForce GTX Titan) in den Genuss erweiterter 3D-Leistung gelangen, Maxwell (GeForce 750, GeForce 900) dagegen nicht. Ferner unterstützen Nouveau/NVC0 und RadeonSI nun OpenGL ES 3.1.

Bei AMD und deren Radeon/AMDGPU-Treiber sind die Gewinne der Entwicklungen in Mesa 12.0.0 am weitreichendsten, aber auch hier gibt es Einschränkungen. So wird zwar bereits AMDs neue, noch im Juni erwartete Plattform Polaris unterstützt, muss aber auf Kernel 4.7 warten, der ab Mitte Juli erwartet werden kann. Zudem erfordert OpenGL-4.3-Unterstützung hier zumindest eine Vorabversion der Compiler-Infrastruktur LLVM 3.9, mit deren Erscheinen in den nächsten Monaten zu rechnen ist.

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